Category Archives: Verschleierung

Seite 36

Typus
Verschleierung
Quelle
Kaack 1971
Dissertation:
Seite: 036, Zeilen: 101-104
 
Fundstelle:
Seite(n): 369, Zeilen: 101-109
 

13 Zum Parteiengesetz siehe Ulrich Scheuner, Parteiengesetz und Verfassungsrecht, in : Die öffentliche Verwaltung, 1968, S. 88-94; [Udo Bermbach, Einwände zum Parteiengesetz, in: Der Politologe, Nr. 23, 1967, S. 9-12;] Walter Breithaupt, Das Parteiengesetz vom 24. Juli 1967, in: Juristenzeitung, 1967, S. 561-564

[16 …] Zum Parteiengesetz siehe generell: Ulrich Scheuner, Parteiengesetz und Verfassungsrecht. In: Die öffentliche Verwaltung, 1968, S. 88-94; […] Udo Bermbach, Einwände zum Parteiengesetz. In: Der Politologe 1967, Nr. 23, S. 9-12; […] Walter Breithaupt, Das Parteiengesetz vom 24. Juli 1967, Juristenzeitung 1967, S. 561-564; […].


Anmerkung
Bei den Angaben zu Scheuner und Breithaupt fehlen wie bei Kaack die Jahrgänge der jeweiligen Zeitschriften, weshalb zweifelhaft ist, ob diese Aufsätze dem Verfasser vorliegen. Die Abhandlung Bermbachs wird hingegen – wenn auch möglicherweise nur zufällig – korrekt referenziert.
 

Seite 52

Typus
Verschleierung
Quelle
Ziebill 1972 / Böhle 1973
Dissertation:
Seite: 052, Zeilen: 19-22, 111-114, 119-124
 
Fundstelle:
Seite(n): 085; 146, Zeilen: 106-114; linke Spalte 03-06, 48-51, 57-62, mittlere Spalte 48-51, 57-68
 
Es ist jedenfalls sehr bemerkenswert, daß in der inzwischen schon recht umfangreichen deutschen Literatur zum Problem verstärkter Bürgerbeteiligung an politischen Entscheidungen die Parteien nur eine untergeordnete Rolle spielen43.


43 siehe dazu u. a. Bürgerinitiative, in: Offene Welt, Zeitschrift für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, Nr. 97/98, Köln und Opladen 1968; Hans-Jürgen Benedict, Basisgruppen und Kommunalpolitik, in: H.-E. Bahr (Hrsg), Politisierung des Alltags, Gesellschaftliche Bedingungen des Friedens, Darmstadt/Neuwied 1972, [Heinz Grossmann (Hrsg), Bürgerinitiativen, Schritte zur Veränderung?, Frankfurt 1971;] […] Roland Eckert, Politische Partizipation und Bürgerinitiative, in: Partizipation, Aspekte politischer Kultur, in: Offene Welt Nr. 101, Opladen 1970; Reiner Gronemeyer, Basisdemokratie oder Elitenherrschaft? Bürgerinitiativen im organisierten Alltag, in: Politisierung des Alltags, a.a.O.; Horst W. Müller, Die Bürgerbeiräte in den Großgemeinden der Bundesrepublik, Diss. Mainz 1970/71; Theo Schiller, Parteien und Bürgerinitiativen, in: Partizipation, a.a.O.

[Ziebill 1972, Seite 85, Z. 106-114]

52 Es ist aufschlußreich, daß in einer bereits umfangreichen deutschen Literatur zu Fragen der Bürgerbeteiligung die Parteien kaum eine Rolle spielen. Vgl. etwa Bürgerinitiative, Köln und Opladen 1968 (Offene Welt. Zeitschrift für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, Nr. 97/98), oder Partizipation. Aspekte politischer Kultur, Opladen 1970 (Offene Welt. Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Bildungswerk, Nr. 101).
53 Vgl. hierzu Beispiele in: Bürgerinitiativen. Schritte zur Veränderung?, hrsg. von Hans Grossmann, Frankfurt a. M. 1971 (Fischer Bücherei. Reihe: Informationen zur Zeit).

[Böhle 1973, Seite 146, linke Spalte Z. 3-6]

Benedict, Hans-Jürgen
Basisgruppen und Kommunalpolitik, in: Politisierung des Alltags,
a.a.O., S. 156-163.

[Böhle 1973, Seite 146, linke Spalte Z. 48-51]

Eckert, Roland
Politische Partizipation und Bürgerinitiative, in: Partizipation,
a.a.O., S. 30 ff.

[Böhle 1973, Seite 146, linke Spalte Z. 57-62]

Gronemeyer, Reiner
Basisdemokratie oder Elitenherrschaft?
Bürgerinitiativen im organisierten Alltag, in: Politisierung des Alltags,
a.a.O., S. 49-69.

[Böhle 1973, Seite 146, mittlere Spalte Z. 48-51]

Müller, Horst W.
Die Bürgerbeiräte in den
Großstadtgemeinden der Bundesrepublik.
Diss. Mainz 1970/71

[Böhle 1973, Seite 146, mittlere Spalte Z. 57-68]

Partizipation.
Aspekte politischer Kultur.
Opladen 1970

= Offene Welt Nr. 101.

Politisierung des Alltags.
Gesellschaftliche Bedingungen des Friedens.
Hrsg. v. H.-E. Bahr.
Darmstadt – Neuwied 1972

Schiller, Theo
Parteien und
Bürgerinitiative, in: Partizipation, a.a.O., S. 114 ff.



Anmerkung
1. Zur Quelle Ziebill 1972: Der Verfasser übernimmt eine Erkenntnis Ziebills mitsamt einem Verweis auf Literatur, die ihm offenbar gar nicht vorliegt: Das Doppelheft 97/98 der "Offenen Welt" hat das Thema Bürgerinitiative. Ein Beitrag mit diesem Titel, der darin abgedruckt wäre oder ein so bezeichnetes Verfasserkollektiv finden sich dort nicht. Bzgl. Grossmanns Sammelband bestehen ebenfalls Zweifel, ob dieser dem Verfasser vorliegt (s. hierzu Seite 53); da an dieser Stelle allerdings nicht der falsche Vorname "Hans" übernommen wird, keine Wertung als regelwidrige Übernahme.

2. Zur Quelle Böhle 1973: – Bzgl. der beiden Nennungen des Sammelbandes von Bahr fällt auf, dass der Verfasser an dieser Stelle nur von "H.-E.", im Literaturverzeichnis dagegen von "Hans-Ekkehart" Bahr spricht. Tatsächlich lautet sein Vorname aber Hans-Eckehard. Zudem wird der Untertitel Berichte und Analysen nicht genannt.

– Bei Benedicts Aufsatz fehlt sowohl beim Verfasser als auch bei Böhle der Untertitel Einige Überlegungen im Anschluß an das Marcuse-Interview.

– Bei Eckerts Aufsatz – dessen Untertitel Aufriß eines Problemfeldes weder vom Verfasser noch von seiner Vorlage genannt wird – wird das Thema des Heftes 101 der "Offenen Welt", Partizipation. Aspekte politischer Kultur, in nicht ganz klarer Form als Teil in diesem verortet (wie oben bei Ziebill). Weiterhin fehlt der (neue) Untertitel Wirtschafts- und gesellschaftspolitisches Bildungswerk der "Offenen Welt" – wie auch in der Quelle Böhle und bei Schillers Aufsatz.

– Der Aufsatz des Autors Reimer Gronemeyer heißt in Wirklichkeit Organisierter Alltag. Basisdemokratie oder Elitenherrschaft?.

– Die Dissertation Horst Waldemar Müllers ist laut Titelblatt der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz 1971 vorgelegt worden. Eine Angabe, dass sie z.B. 1970 eingereicht, aber erst 1971 publiziert worden ist, findet sich in dieser selbst an keiner Stelle. Den Titel der Schrift, den der Verfasser fehlerhaft überträgt, gibt Böhle richtig wieder. Im Literaturverzeichnis des Verfassers lautet der diesbzgl. Eintrag Müller, Horst-W.: Die Bürgerbeiträge in den Großgemeinden der Bundesrepublik, Diss. Mainz 1970/71.

– Der Titel von Schillers Aufsatz lautet wie bei Böhle.

Aus den geschilderten Unstimmigkeiten lässt sich schließen, dass es sehr fraglich ist, ob dem Verfasser die von ihm angeführte Literatur tatsächlich vorliegt. 

Seite 42

Typus
Verschleierung
Quelle
Grauhan 1972
Dissertation:
Seite: 042, Zeilen: 103-104
 
Fundstelle:
Seite(n): 270, Zeilen: 05-08
 

2 vgl. etwa Norton E. Long, The Local Community as an Ecology of Games, in: The American Journal of Sociology 64, Nr. 3, November 1958
[Quellenverzeichnis]

Die örtliche Gemeinschaft als ökologisches System von Spielen. Von Norton E. Long.
Aus: The American Journal of Sociology 64 (Nov. 1958), Nr. 3. Originaltitel: The Local Community as an Ecology of Games.



Anmerkung
Der Verfasser nennt weder hier noch im Literaturverzeichnis das Seitenintervall 251-261 von Longs Aufsatz. Vermutlich liegt ihm dieser also nicht im Original vor, sondern in deutscher Übersetzung aus dem Sammelband Grauhans. Da der Verfasser auf Seite 45 mit dem Aufsatz Gudes ein ähnliches Vorgehen praktiziert, drängt sich der Eindruck auf, als wolle er den Eindruck der Rezeption einer möglichst großen Anzahl verschiedener Publikationen erwecken, während ihm in Wirklichkeit nur Grauhan vorliegt. 

Seite 30

Typus
Verschleierung
Quelle
Jäger 1973
Dissertation:
Seite: 030, Zeilen: 107-109
 
Fundstelle:
Seite(n): 140; 141, Zeilen: 45-48; 07-09
 

67 […] vgl. auch Robert T. McKenzie, Parties, Pressure Groups and the British Political Process, in: Richard Rose (Hrsg), Studies in British Politics, New York 1966, S. 255-262
[Seite 140, Z. 45-48]

17 Diese Hypothese wird u. a. vor allem von David E. Butler, "The Paradox of Party Difference", in: Richard Rose, ed., Studies in British Politics, N. Y. 1966, 266-70, […] vertreten.

[Seite 141, Z. 7-9]

18 Robert T. McKenzie, British Political Parties, 635.
19 Idem, "Parties, Pressure Groups and the British Political Process", in: Richard Rose (zit. Anm. 17), 255-62, 257.



Anmerkung
Der Sammelband von Rose ist laut Impressum 1966 sowohl bei Macmillan in London, Melbourne und Toronto als auch St Martin's Press in New York erschienen. Die alleinige Angabe "New York" für den Erscheinungsort, die der Verfasser offenbar von Jäger übernimmt, ist also unrichtig. Auch fehlt bei beiden der Untertitel A Reader in Political Sociology des Sammelbandes. Es ist daher zweifelhaft, ob dem Verfasser McKenzies Aufsatz vorliegt. Dieser wird auch auf Seite 38 erwähnt.
 

Seite 40

Typus
Verschleierung
Quelle
Mühleisen 1973a / Köser 1973b
Dissertation:
Seite: 040, Zeilen: 104-107
 
Fundstelle:
Seite(n): 023; 175, Zeilen: 48-52; 13-14
 
[Diese Akzente sind in der wissenschaftlichen Diskussion durchaus unterschiedlich gesetzt worden, wobei Entwicklungsstand und Rahmenbedingungen des politischen Systems sich in der Definition der Parteifunktionen deutlich niederschlugen31.]


31 siehe dazu Howard A. Scarrow, The Function of Political Parties, A Critique of the Literature and the Approach, in: Journal of Politics, Heft 29, 1967, S. 770-790; Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics, A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, S. 73 ff; […]

[Mühleisen 1973a, Seite 23, Z. 48-52]

14 […] für die Fortsetzung der hier dargestellten Tradition, die nach den "Funktionen der politischen Parteien" fragte, vgl.: Howard A. Scarrow, "The Function of Political Parties: A Critique of the Literature and the Approach", in: Journal of Politics, 29 (1967) 770-90.

[Köser 1973b, Seite 175, Z. 13-14]

9 Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics. A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, 73 ff.



Anmerkung
Der Verfasser übernimmt obige Literaturverweise von Mühleisen bzw. Köser offenbar, ohne dass ihm die entsprechenden Titel vorliegen:

– Der Aufsatz Scarrows findet sich nicht im 29. Heft des Jahres 1967 der Zeitschrift The Journal of Politics, sondern in deren Heft 4 des 29. Jahrgangs 1967. Auch auf Seite 3 wird dieser (allerdings ohne den Begriff "Heft") erwähnt; im Literaturverzeichnis ist diesbzgl. von "Nr. 29, 1967" die Rede.

– Der Co-Autor des folgend genannten Buches heißt nicht Bingham G. Powell, sondern G. Bingham Powell, Jr. Auch auf Seite 78 werden Almond / Powell erwähnt. Wie dort findet sich auch im Literaturverzeichnis der fehlerhafte Vorname Powells.

 

Seite 21

Typus
Verschleierung
Quelle
Mühleisen 1973b
Dissertation:
Seite: 021, Zeilen: 07-11, 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 067; 084, Zeilen: 35-41; 45-47
 
Andererseits werden mit wachsender Größe einer Organisation die Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern in der Regel unpersönlicher, die Kommunikationsdichte nimmt ab, die Möglichkeit spontaner Aktionen und Initiativen wird geringer, zumindest aber immer weniger erfolgversprechend, die Teilnahmeintensität geht stetig zurück30; […].


30 siehe dazu Bernhard P. Indik, Some Effects of Organization Size on Member Attitudes and Behavior, in: Human Relations, Nr. 16, 1963, S. 378-380
[Seite 67, Z. 35-41]

Eine sich vergrößernde Organisation muß die innerorganisatorischen Beziehungen verbürokratisieren […] die Beziehungen werden unpersönlicher und damit unter bestimmten Prämissen weniger attraktiv. Auf weniger Attraktion folgt in der Regel weniger Kommunikation und damit weniger innerorganisatorische Partizipation.63

[Seite 84, Z. 45-47]

63 Vgl. Bernhard P. Indik, "Some Effects of Organization Size on Member Attitudes and Behavior", in: Human Relations, 16 (1963), 378-380 (auch zu möglichen weiteren negativen Auswirkungen).



Anmerkung
Der genannte amerikanische Psychologe heißt Bernard P. Indik; sein Aufsatz findet sich auf den S. 369-384 in Ausgabe Nr. 4 des 16. Jahrgangs von Human Relations. Dessen Anfangs- und Endseitenzahl, wie bei Abhandlungen in Sammelbänden im wissenschaftlichen Schrifttum üblich, nennen weder der Verfasser noch Mühleisen. Über spontane Aktionen oder Initiativen äußert sich Indik im gesamten Text an keiner Stelle. Die Vermutung liegt nahe, dass der Verfasser Mühleisens Text ausschmückt und ihm Indiks Aufsatz gar nicht vorliegt.
 

Seite 10

Typus
Verschleierung / Bauernopfer
Quelle
Köser 1973a / Schmelzer / Becker 1968
Dissertation:
Seite: 010, Zeilen: 01-09, 101-105, 107-108
 
Fundstelle:
Seite(n): 010; 031; 032; 037; 038; 050; 055, Zeilen: rechte Spalte 109-111; 21-26, 39-40; 03-06; 28-34; 05-09; 51; 18, 35-37
 
[Einen anderen Typus politischer Parteien als die bisher genannten Arbeiten stellen die Untersuchungen über die KPdSU und die SED von Boris Lewytzkyj58 bzw. Peter Chri-]stian Ludz59 dar, die beide auf nationaler Ebene die Binnenstrukturen dieser Parteien durch Analyse der Parteibürokratie, der Zentralkomitees und der Parteitage zu ermitteln versuchen. Angesichts der verschiedenartigen Parteitypen und der unterschiedlichen Forschungstechniken muß um so mehr erstaunen, daß hinsichtlich der jeweiligen Partei-Elite durchaus Übereinstimmungen zwischen "pluralistischen" und "zentralistischen" Parteien sichtbar werden. So stellt sich für Ludz die Führungsgruppe der SED durchaus nicht als monolithischer Block dar, er sieht vielmehr eine gewisse Elitenkonkurrenz60, die der Eldersveldschen Stratarchie als quantitativer Machtverteilung pluralistischer Eliten nicht völlig unähnlich ist. [Allerdings muß kritisch angemerkt werden, daß beide Autoren61 das Problem der Abgrenzung der Elite mit Hilfe der nicht unumstrittenen Positionstechnik62 lösen, wobei unterstellt wird, daß die Inhaber institutionalisierter Machtpositionen in der Regel auch den ausschlaggebenden Einfluß auf die Entscheidungsprozesse in ihrem Bereich ausüben.]


59 Peter Christian Ludz, Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Parteiführung. Eine empirisch-systematische Untersuchung. Köln-Opladen, 3. Auflage 1970
60 ebda, S. 42 ff/S. 324 f; anderer Auffassung sind Eckart Förtsch/Rüdiger Mann, Die SED, Stuttgart 1969, S. 50 ff
[61 wie übrigens auch Valen/Katz und Barnes in ihren Untersuchungen]
62 siehe dazu: J. G. March, An Introduction to the Theory and Measurement of Influence, in: American Political Science Review, 49, 1955, S. 431-451; [Paul Drewe, Sozialforschung in der Regional- und Stadtplanung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 18. Jg., 1966, Heft 1, S. 102-112; Horst Schmelzer/Reiner Becker, Material für eine Analyse politischer Machtstrukturen in Gemeinden, hrsg. von der Politischen Akademie Eichholz, o.O., Mai 1968]
[Köser 1973a, Seite 31, Z. 21-26]

Als exemplarische Studien nationaler Parteiorganisationen seien hier Lewytzkyjs (14) und Fainsods (8) Beschreibungen der KPdSU und SED-Studien von Ludz (17) und Förtsch/Mann (9) genannt. Erstere stellen die Parteibürokratie (14, S. 77 ff.) […] der KPdSU in den Mittelpunkt, letztere die Parteitage und das ZK der SED (17, S. 55 ff. und S. 93 ff.).

[Köser 1973a, Seite 37, Z. 28-34]

Um so erstaunlicher […] ist es, daß Ludz und Eldersveld trotz unterschiedlicher Untersuchungsmethoden hinsichtlich der Partei-Eliten zu gewissen Übereinstimmungen in ihren Ergebnissen gelangen. Beide lehnen die Vorstellung von der Elite als einer homogenen, monolithischen Gruppe ab. Ludz spricht von einer latenten bzw. manifesten Elitenkonkurrenz (17, S. 42 ff.) […].

[Köser 1973a, Seite 38, Z. 5-9]

[Ludz kommt zu dem Ergebnis, daß …] Die SED-Elite könne […] als eine "konsultativ-autoritäre Entscheidungselite" bezeichnet werden (17, S. 324 f.). Der Elitenpluralismus von Eldersveld resultiert aus einer Fülle innerparteilicher pluralistischer Strukturen: […].

[Köser 1973a, Seite 31, Z. 39-40]

Zum Typ der autoritär-zentralistischen Partei zählt Ludz die SED.

[Köser 1973a, Seite 32, Z. 3-6]

Förtsch/Mann bezeichnen dagegen die SED als eine totalitär-zentralistische Partei, in der das Leninsche Organisationsprinzip des "demokratischen Zentralismus" vorherrsche.12

[Köser 1973a, Seite 50, Z. 51]

12 Förtsch/Mann, Die SED, 50 ff.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 18]

(9) Förtsch, Eckart/Mann, Rüdiger, Die SED, Stuttgart 1969.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 35-37]

(17) Ludz, Peter Christian, Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Parteiführung. Eine empirisch-systematische Untersuchung, Köln-Opladen, 3. Aufl. 1970.

[Schmelzer / Becker 1968, Seite 10, linke Spalte]

[Obwohl sich sowohl MARCH als auch SIMON sehr um die Untersuchung der Bedeutung von Machtstrukturen in Entscheidungsprozessen bemüht haben30 …]

[Schmelzer / Becker 1968, Seite 10, rechte Spalte Z. 109-111]

30 Vergl.: March, J. G.: "An introduction to the theory and measurement of influence", in: American Political science Review, 49, 1955, S. 431-451. / […].



Anmerkung
1. Zur Quelle Köser 1973a: Fortsetzung von der Vorseite. – Der Verfasser erstellt seinen Text anhand der Vorlage von Köser, was sich insbesondere an den seitenzahlgenau übernommenen Literaturverweisen zeigt. Eine eigene Rezeption der Literatur ist nicht erkennbar. Ludz' Buch ist zudem nicht in "Köln-Opladen", sondern in Köln und Opladen (im Westdeutschen Verlag) erschienen. Auffällig ist auch, dass der Verfasser bei Förtsch / Mann nur Stuttgart als Erscheinungsort nennt; bei Büchern, die – wie dieses – im Kohlhammer-Verlag erschienen sind, gibt er sonst regelmäßig Stuttgart / Berlin / Köln / Mainz als Erscheinungsorte an. Keiner der genannten Autoren (inkl. Fainsod von der Vorseite) wird – außer im Literaturverzeichnis – im weiteren Verlauf der untersuchten Arbeit wieder erwähnt.

2. Zur Quelle Schmelzer / Becker 1968: March beschäftigt sich in seinem Aufsatz an keiner Stelle mit der Positionstechnik (engl.: positional approach). Anscheinend greift der Verfasser aus den Literaturverweisen bei Schmelzer / Becker diesen aufs Geratewohl heraus, ohne ihn gelesen zu haben. Bei Drewe, dessen Abhandlung ebenfalls bei Schmelzer / Becker auf S. 7 erwähnt wird, wird diese auf S. 107 in eineinhalb Zeilen lediglich kurz gestreift (weshalb deren Nennung jedoch nicht als regelwidrige Übernahme gewertet wird). Schmelzer / Becker behaupten dabei nicht, dass March oder Drewe sich in diesen Aufsätzen mit der Positionstechnik auseinandersetzten.

Ob Lewytzkyj, Ludz, Valen / Katz und Barnes tatsächlich die Positionstechnik verwenden – deren Essenz der Verfasser oben zutreffend wiedergibt –, sei dahingestellt; bzgl. Barnes gibt es von den genannten Autoren die stärksten Zweifel, ob er ihn im Original rezipiert hat (s. dazu Seite 9 bzw. Seite 113).
 

Seite 23

Typus
Verschleierung
Quelle
Gabriel 1973
Dissertation:
Seite: 023, Zeilen: 32-36
 
Fundstelle:
Seite(n): 082, Zeilen: rechte Spalte 16-20, 24-29
 
Es ist daher nicht zu übersehen, daß die vorhandenen Tendenzen innerparteilicher Demokratisierung durch eine zunehmende "Außensteuerung" der Parteien konterkariert und schließlich aufgehoben werden könnten. Wolfgang Abendroth sieht eine solche Gefahr vor allem durch den wachsenden Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Interessenten auf die Parteien, der durch die organisatorische und [finanzielle Schwäche der Parteien zusätzlich begünstigt werde42.] Waren oben die Vereinigungen und Interessengruppen noch als möglicherweise demokratisierendes Element bezeichnet worden, so ergibt sich mit ihrer Existenz aber auch die Gefahr einer "Außensteuerung" der Parteien. [Reichlich einseitig konstatiert Abendroth einen dominierenden Einfluß des Kapitals, der agrarischen Kleinproduzenten und der Vertriebenen auf die Politik, unterschlägt aber den sicher nicht geringen Einfluß der Gewerkschaften als Arbeitnehmervertreter.] Aus seiner "Diagnose" leitet er einen übergebührlichen Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Machtpositionen ab, die durch die organisatorische und finanzielle Schwäche der Parteien weiter verfestigt werde79.


Anmerkung
Fortsetzung auf der nächsten Seite
 

Seite 33

Typus
Verschleierung
Quelle
Conze 1970
Dissertation:
Seite: 033, Zeilen: 07-10, 101
 
Fundstelle:
Seite(n): 394; Zeilen: 29-34; 101-102
 
[Gerade die Vernachlässigung des institutionellen Kontextes läßt eine parteiensoziologische Analyse in ihren Ergebnissen leicht spekulativ erscheinen,] da ihre Kriterien eben nicht innerhalb der Parteien selbst zu finden sind, "auch nicht aus allgemeinen Kategorien 'der' Demokratie, sondern einzig aus der Verträglichkeit der jeweiligen Art und Weise innerparteilicher Willensbildung mit den institutionellen Erfordernissen der konkret gegebenen Staatsform"1.


1 Wilhelm Hennis, Meinungsforschung und repräsentative Demokratie, a. a. O., S. 52
[Damit ist ein Gesichtspunkt gewonnen, auf den kürzlich Wilhelm Hennis in erfreulich prägnanter Weise hingewiesen hat8. Er bemerkt, daß die besonders in Frankreich und Deutschland üblich gewordene Art, Parteisoziologie zu treiben, allzu oft von der Staatsform abstrahiere, in der diese Parteien sich bewegen. Gewiß sei die innerparteiliche Struktur es wert, untersucht zu werden;] die Kriterien für ihre Analyse seien "aber nicht innerhalb der Parteien selbst zu finden …, auch nicht aus allgemeinen Kategorien 'der' Demokratie, sondern einzig aus der Verträglichkeit der jeweiligen Art und Weise innerparteilicher Willensbildung mit den institutionellen Erfordernissen der konkret gegebenen Staatsform. […]"


8 Wilhelm Hennis, Meinungsforschung und repräsentative Demokratie. Tübingen 1957, S. 52.


Anmerkung
Tatsächlich findet sich das Hennis-Zitat auf S. 51 f.: Nur das Wort "Staatsform" steht auf S. 52. Der Verfasser übernimmt hier also offenbar von Conze, ohne das Zitat nachzuschlagen. Hennis' Veröffentlichung wird außerdem auf den S. 22, 24 u. 81 allgemein erwähnt, ohne dass eine konkrete Seitenzahl genannt würde.
 

Seite 51

Typus
Verschleierung
Quelle
Lintz 1973
Dissertation:
Seite: 051, Zeilen: 106-109
 
Fundstelle:
Seite(n): 013; 021, Zeilen: 16-17; 103-104
 
38 insbes. für die gemeindliche Willensbildung ist eingewandt worden, daß "ein ausgereifter Parteienstaat das Ende der kommunalen Selbstverwaltung bedeutet": Arnold Köttgen, Die Krise d. kommunalen Selbstverwaltung, in: Kommunale Selbstverwaltung zwischen Krise u. Reform, Stuttgart 1968, S. 23 u. 35 [Seite 21, Z. 103-104]

3 So wird immer wieder vorgetragen, daß "ein ausgereifter Parteienstaat das Ende der kommunalen Selbstverwaltung bedeutet"; Köttgen, Krise, S. 23, 35; […].

[Literaturverzeichnis Seite 13, Z. 16-17]

Köttgen, Arnold: Die Krise der kommunalen Selbstverwaltung, Tübingen 1931, in: Kommunale Selbstverwaltung zwischen Krise und Reform, Stuttgart 1968, S. 1-36



Anmerkung
Bei Köttgen heißt es im Original auf S. 35: "Daß ein ausgereifter Parteienstaat das Ende der Kommunalverwaltung bedeutet, kann allerdings keinem Zweifel unterliegen." Auf S. 23 lässt sich kein ähnliches Zitat finden. Offenbar liegt dem Verfasser Köttgen also nicht vor. Bei Büchern aus dem Kohlhammer-Verlag – wie dem von Köttgen – gibt der Verfasser auch üblicherweise Stuttgart / Berlin / Köln / Mainz als Erscheinungsorte an und nicht nur Stuttgart. Köttgen wird – außer im Literaturverzeichnis – nur an dieser Stelle erwähnt.