Monatsarchiv: Oktober 2013

Seite 38

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jäger 1973
Dissertation:
Seite: 038, Zeilen: 07-11, 102-103
 
Fundstelle:
Seite(n): 113; 141, Zeilen: 16-26; 07-09
 
[Eine zusätzliche Bestätigung der ohnehin herausragenden Rolle parlamentarischer Fraktionen im innerparteilichen Willensbildungsprozeß, wie sie neuerdings vorgeschlagen wird18, könnte eine beschleunigte Angleichung an britische Verhältnisse zur Folge haben,] die den Parteien die Grundfunktion der Auswahl und Unterstützung von Parlamentarierteams zuweist, denen im übrigen sowohl die konkrete Zuweisung politischer Führungsfunktionen einschließlich der Rolle des Premierministers [bzw. des Oppositionsführers als auch die Formulierung der praktischen Politik] überlassen bleibt19.


[18 Wolfgang Jäger, Innerparteiliche Demokratie und Repräsentation, a.a.O., S. 134 f]
19 siehe dazu Robert T. McKenzie, British Political Parties, a.a.O.; und ders., Parties, Pressure Groups and the British Political Process, a.a.O., S. 257
[Seite 113, Z. 16-26]

Die Machtverteilung in den britischen Parteien wird vornehmlich als "eine Funktion der Kabinettsregierung und des britischen parlamentarischen Systems" interpretiert und legitimiert.18 In den Worten von Robert McKenzie: "… die Grundfunktionen der Parteien im britischen politischen System bestehen darin, Parlamentarierteams auszuwählen, zu organisieren und zu unterstützen, zwischen denen die gesamte Bürgerschaft bei Wahlen entscheiden kann. Die 'Selektion' und 'Unterstützung' der Teams ist hauptsächlich Aufgabe der Partei außerhalb des Parlaments; die 'Organisation' der Teams (die Zuweisung von Rollen, einschließlich der Schlüsselrolle des potentiellen Premierministers) ist die Funktion der Partei innerhalb des Parlaments." […] 19

[Seite 141, Z. 7-9]

18 Robert T. McKenzie, British Political Parties, 635.
19 Idem, "Parties, Pressure Groups and the British Political Process", in: Richard Rose (zit. Anm. 17), 255-62, 257.



Anmerkung
Es ist fraglich, ob dem Verfasser British Political Parties vorliegt, da er bzgl. dieses Werkes auf der mit a.a.O. referenzierten Seite 8 zwei im Detail unrichtige Angaben macht, die er anscheinend der Quelle Köser 1973a entnimmt.

Ebenso ist zweifelhaft, ob dem Verfasser Parties, Pressure Groups and the British Political Process vorliegt, da er bzgl. des Sammelbandes, in dem der Aufsatz enthalten ist und auf den er mit a.a.O. verweist, auf Seite 30 in zwei Punkten unvollständige Angaben macht, die er offenbar von Jäger übernimmt.
 

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Seite 30

Typus
Verschleierung
Quelle
Jäger 1973
Dissertation:
Seite: 030, Zeilen: 107-109
 
Fundstelle:
Seite(n): 140; 141, Zeilen: 45-48; 07-09
 

67 […] vgl. auch Robert T. McKenzie, Parties, Pressure Groups and the British Political Process, in: Richard Rose (Hrsg), Studies in British Politics, New York 1966, S. 255-262
[Seite 140, Z. 45-48]

17 Diese Hypothese wird u. a. vor allem von David E. Butler, "The Paradox of Party Difference", in: Richard Rose, ed., Studies in British Politics, N. Y. 1966, 266-70, […] vertreten.

[Seite 141, Z. 7-9]

18 Robert T. McKenzie, British Political Parties, 635.
19 Idem, "Parties, Pressure Groups and the British Political Process", in: Richard Rose (zit. Anm. 17), 255-62, 257.



Anmerkung
Der Sammelband von Rose ist laut Impressum 1966 sowohl bei Macmillan in London, Melbourne und Toronto als auch St Martin's Press in New York erschienen. Die alleinige Angabe "New York" für den Erscheinungsort, die der Verfasser offenbar von Jäger übernimmt, ist also unrichtig. Auch fehlt bei beiden der Untertitel A Reader in Political Sociology des Sammelbandes. Es ist daher zweifelhaft, ob dem Verfasser McKenzies Aufsatz vorliegt. Dieser wird auch auf Seite 38 erwähnt.
 

Schmelzer / Becker 1968

Angaben zur Quelle

Autoren    Horst Schmelzer / Reiner Becker
Titel    Material für eine Analyse politischer Machtstrukturen in Gemeinden. Angefertigt von Dr. Horst Schmelzer und Reiner Becker für die wissenschaftliche Arbeitstagung am 14. Mai 1968 in der Politischen Akademie Eichholz
Herausgeber    Politische Akademie Eichholz – Institut für kommunalpolitische Bildung und Forschung – der Konrad-Adenauer-Stiftung für politische Bildung und Studienförderung e.V.
Ort    o.O.
Verlag    o.V.
Jahr    1968
Umfang    38 S.

   
Literaturverz.    ja
Fußnoten    ja

Seite 32

Typus
keiner
Quelle
Mühleisen 1973b
Dissertation:
Seite: 032, Zeilen: 105
 
Fundstelle:
Seite(n): 088, Zeilen: 29-30
 
[Die mit höherer Organisationsstufe zunehmende Selektion der Parteirepräsentanten, die in der Regel mit einer Steigerung zumindest der technisch-politischen Qualifikation verbunden ist, setzt jedem Versuch der Behinderung demokratischer Willensbildungsprozesse in übergeordneten Gremien der Parteien natürliche und wesentliche Grenzen 76.]


76 zu dieser Einschätzung kommt Eldersveld in seiner Studie Political Parties, a.a.O., S. 408f
[Seite 76 / 77]

[Allenfalls auf der lokalen Ebene gebe es die "kleinen Oligarchen", während auf der "Distrikt-Ebene" der Parteiführer schon kaum mehr die Möglichkeit habe, die Durchführung seiner Anordnungen auf der "Bezirks(Precinct)-Ebene" zu überprüfen oder gar zu sanktionieren.124]

[Seite 88, Z. 29-30]

123 Eldersveld, Political Parties, 119 f.
124 Ibid., 408 f.



Anmerkung
Der Verfasser übernimmt an dieser Stelle keinen Text von Mühleisen. Wie er zu der Behauptung gelangt, dass Eldersveld zu der oben wiedergegebenen Einschätzung komme, ist gleichwohl beim besten Willen nicht nachvollziehbar. Von einer "mit höherer Organisationsstufe zunehmende[n] Selektion der Parteirepräsentanten" oder deren Qualifikation ist in Political Parties auf S. 408 f. weder explizit noch implizit die Rede. Der Verdacht liegt nicht fern, dass der Verfasser hier nach Belieben eine Literaturreferenz von Mühleisen übernimmt, um eine eigene Aussage zu belegen und ihm Eldersveld, wie bereits auf Seite 25 begründet vermutet, gar nicht vorliegt.
 

Seite 64

Typus
Bauernopfer
Quelle
Kaack 1971
Dissertation:
Seite: 064, Zeilen: 05-06, 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 520; 524; 528, Zeilen: 103-105; 01-02, 101-102; 12
 
Die in den Analysen von Parteitagen festgestellte Dominanz der Vorstände sowohl bei Anträgen wie bei Wortmeldungen39[, trifft für den untersuchten Kreisverband nur mit Einschränkungen zu.]


39 [Heino Kaack, Geschichte und Struktur des deutschen Parteiensystems, a.a.O., S. 528;] Jürgen Dittberner, Funktionen westdeutscher Parteitage, a.a.O., S. 122 und 127
[Seite 520, Z. 103-105]

110 Jürgen Dittberner, Funktionen westdeutscher Parteitage, in: Parteiensysteme, Parteiorganisationen und die neuen politischen Bewegungen. Beiträge zur Internationalen Konferenz über Vergleichende Politische Soziologie, Berlin 1968, S. 119 ff.

[Seite 524, Z. 1-2]

Tabelle 139: Wortmeldungen und Themenbereiche auf den CDU-Parteitagen 1965 und 1967 128

[…]

Tabelle 140: Wortmeldungen und Themenbereiche auf den SPD-Parteitagen 1964 (Karlsruhe) und 1966 129

[…]


[Seite 524, Z. 101-102]

128 Vgl. Jürgen Dittberner, Funktionen der westdeutschen Parteitage, a.a.O., S. 122.
129 Ebenda.

[Seite 528, Z. 12]

Tabelle 141: Entscheidungen über Anträge auf dem SPD-Parteitag 1966

[…]

Quelle: Jürgen Dittberner, a.a.O., S. 127.



Anmerkung
Der Verfasser übernimmt zwei Verweise Kaacks auf Dittberner. Dies wäre akzeptabel, wenn er diese denn überprüft hätte. Dagegen spricht, dass sich beim Verfasser die Anfangs- und Endseitenzahlen 116 und 128 der Abhandlung, wie es bei bibliografischen Angaben zu Aufsätzen in Sammelbänden im wissenschaftlichen Schrifttum Standard ist, an keiner Stelle finden lassen – ebensowenig wie bei Kaack.

Dittberners Abhandlung wird ebenfalls auf der mit a.a.O. referenzierten Seite 61 der untersuchten Arbeit angeführt (siehe dort auch die Erläuterungen zu dem diese enthaltenden Sammelband in der Anmerkung).
 

Seite 112

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jäger 1973
Dissertation:
Seite: 112, Zeilen: 109, 113-114
 
Fundstelle:
Seite(n): 126; 146, Zeilen: 32-34, 41; 29-30
 

46 […] Zur Problematik des imperativen Mandats siehe u. a. […] Udo Bermbach, Probleme des Parteienstaates, Der Fall Littmann, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen Nr. 1, 1970, S. 359 f; [Wolfgang Jäger, Innerparteiliche Demokratie und Repräsentation, a.a.O., S. 125-129]
[Seite 126, Z. 32-34]

Nascholds Forderung nach dem imperativen Mandat bei Innovationsentscheidungen ist verbunden mit konkreten institutionellen Vorschlägen zur Erweiterung der innerparteilichen Demokratie.

[Seite 126, Z. 41]

Bermbach schließt sich im wesentlichen Naschold an.95

[Seite 146, Z. 29-30]

95 Udo Bermbach, "Probleme des Parteienstaates. Der Fall Littmann", in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 1 (1970), 359 f. […]



Anmerkung
Unverständlich ist, dass der Verfasser Bermbach hier separat anführt, da er im unmittelbaren Anschluss auf Jäger verweist, der Bermbach im Zusammenhang mit dem imperativen Mandat im angegebenen Seitenintervall nennt. Weiterhin ist Bermbachs Aufsatz nicht in Ausgabe "Nr. 1, 1970" der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen, sondern in deren Heft 3 des 1. Jahrgangs 1970. Auch auf Seite 37 verweist der Verfasser auf diese Abhandlung.
 

Seite 78

Typus
Bauernopfer
Quelle
Köser 1973b
Dissertation:
Seite: 078, Zeilen: 01-05; 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 155; 175, Zeilen: 01-07, 21-25; 13-14, 16
 
[Im Rahmen einer funk-]tionalen Systemtheorie ist diese Übernahme der Interessenartikulation durch spezialisierte Organisationen gelegentlich als politisch und organisatorisch sinnvolle Arbeitsteilung zwischen ihnen und den Parteien gerechtfertigt worden, denen vor allem in den westlichen politischen Systemen die eigentliche Funktion der Aggregation bzw. Integration dieser von jenen formulierten Interessen zufalle105.


105 Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics, A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, S. 73 ff und 99

[Seite 155, Z. 1-7]

Im Rahmen ihrer funktionalen Systemtheorie nennen Almond/Powell mehrere Funktionen eines politischen Systems: Interessenartikulation, Interessenaggregation, die gouvernementalen Funktionen und die Kommunikationsfunktion. In einem Prozeß der Arbeitsteilung übernehmen die Interessengruppen die Funktion der Artikulation und die Parteien die Funktion der Aggregation der Interessen. [Die Interessengruppen produzieren sozusagen das "Rohmaterial" der Politik, indem sie ihre Forderungen, ihr "Verständnis der politischen Arena" und der "Spielregeln" und das in den politischen Prozeß hineingebrachte Ethos artikulieren.9]

[Seite 155, Z. 21-25]

Die geradezu idealtypische Festlegung der Parteien auf die Funktion der Interessenaggregation und der Interessengruppen auf die Funktion der Interessenartikulation soll offensichtlich nur für die Analyse der politischen Systeme der "westlichen Demokratien" gelten.11

[Seite 175, Z. 13-14 u. 16]

9 Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics. A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, 73 ff.
[…]
11 Almond/Powell, 99.



Anmerkung
Fortsetzung von der Vorseite. – Der Verfasser komprimiert eine Rezeptionsleistung von Köser bezüglich des Werkes von Almond / Powell und übernimmt zwei Literaturverweise. Das entsprechende Buch hat er hierbei aber anscheinend nicht in der Hand gehabt, da ihm sonst aufgefallen sein müsste, dass der Name des zweiten Co-Autors nicht Bingham G. Powell, sondern G. Bingham Powell, Jr. lautet. Auch auf Seite 40 werden Almond / Powell erwähnt. Wie dort findet sich auch im Literaturverzeichnis der fehlerhafte Vorname Powells.

Da Köser (S. 158) im folgenden Absatz mit Fußnote 106 angeführt wird, Wertung als Bauernopfer.
 

Seite 77

Typus
Bauernopfer
Quelle
Köser 1973b
Dissertation:
Seite: 077, Zeilen: 32, 110-111
 
Fundstelle:
Seite(n): 155; 174, Zeilen: 01-04; 45-46
 
Im Rahmen einer funk-[tionalen Systemtheorie ist diese Übernahme der Interessenartikulation durch spezialisierte Organisationen gelegentlich als politisch und organisatorisch sinnvolle Arbeitsteilung zwischen ihnen und den Parteien gerechtfertigt worden, denen vor allem in den westlichen politischen Systemen die eigentliche Funktion der Aggregation bzw. Integration dieser von jenen formulierten Interessen zufalle105.]


[104 siehe dazu u. a.: …] Bradbury Seasholes, Voting, Interest Groups and Parties, (Einführung und Reader), Glanview/Illinois 1966

[Seite 155, Z. 1-4]

Im Rahmen ihrer funktionalen Systemtheorie nennen Almond/Powell mehrere Funktionen eines politischen Systems: Interessenartikulation, Interessenaggregation, die gouvernementalen Funktionen und die Kommunikationsfunktion.

[Seite 174, Z. 45-46]

[6 Als einführende Aufsätze in die Thematik seien hier genannt: …] Bradbury Seasholes, Voting, Interest Groups, and Parties, Glanview/Illinois 1966 (Einführung und Reader); […].



Anmerkung
Der Ort in Illinois, in dem das von Seasholes herausgegebene Werk erschienen ist, heißt Glenview. Die falsche Schreibweise übernimmt er offenbar von Köser. Der Titel wird wie bei Köser mit zwei Kommata geschrieben. Dass es sich bei Seasholes um den Herausgeber und nicht um den alleinigen Autor handelt (was auch bei einem Reader möglich wäre), wird weder von Köser noch vom Verfasser erwähnt. Es ist daher zu bezweifeln, ob ihm der Titel, der sonst nur im Literaturverzeichnis erwähnt wird, vorliegt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite
 

Seite 40

Typus
Verschleierung
Quelle
Mühleisen 1973a / Köser 1973b
Dissertation:
Seite: 040, Zeilen: 104-107
 
Fundstelle:
Seite(n): 023; 175, Zeilen: 48-52; 13-14
 
[Diese Akzente sind in der wissenschaftlichen Diskussion durchaus unterschiedlich gesetzt worden, wobei Entwicklungsstand und Rahmenbedingungen des politischen Systems sich in der Definition der Parteifunktionen deutlich niederschlugen31.]


31 siehe dazu Howard A. Scarrow, The Function of Political Parties, A Critique of the Literature and the Approach, in: Journal of Politics, Heft 29, 1967, S. 770-790; Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics, A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, S. 73 ff; […]

[Mühleisen 1973a, Seite 23, Z. 48-52]

14 […] für die Fortsetzung der hier dargestellten Tradition, die nach den "Funktionen der politischen Parteien" fragte, vgl.: Howard A. Scarrow, "The Function of Political Parties: A Critique of the Literature and the Approach", in: Journal of Politics, 29 (1967) 770-90.

[Köser 1973b, Seite 175, Z. 13-14]

9 Gabriel A. Almond/Bingham G. Powell, Comparative Politics. A Developmental Approach, Boston/Toronto 1966, 73 ff.



Anmerkung
Der Verfasser übernimmt obige Literaturverweise von Mühleisen bzw. Köser offenbar, ohne dass ihm die entsprechenden Titel vorliegen:

– Der Aufsatz Scarrows findet sich nicht im 29. Heft des Jahres 1967 der Zeitschrift The Journal of Politics, sondern in deren Heft 4 des 29. Jahrgangs 1967. Auch auf Seite 3 wird dieser (allerdings ohne den Begriff "Heft") erwähnt; im Literaturverzeichnis ist diesbzgl. von "Nr. 29, 1967" die Rede.

– Der Co-Autor des folgend genannten Buches heißt nicht Bingham G. Powell, sondern G. Bingham Powell, Jr. Auch auf Seite 78 werden Almond / Powell erwähnt. Wie dort findet sich auch im Literaturverzeichnis der fehlerhafte Vorname Powells.