Seite 24

Typus
Verschleierung
Quelle
Gabriel 1973 / Böhle 1973 / Blüm 1972 / Mühleisen 1973a
Dissertation:
Seite: 024, Zeilen: 01, 04-08, 18-21, 101-103, 116-117, 123
 
Fundstelle:
Seite(n): 015; 018; 019; 027; 075; 082; 131; 146, Zeilen: 32-37; 39-44; 01-03; 29-31, 34-35; linke Spalte 106-108; rechte Spalte 24-29, 103-105; 35-37; rechte Spalte 11-15
 
[Z. 1]

[Wolfgang Abendroth sieht eine solche Gefahr vor allem durch den wachsenden Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Interessenten auf die Parteien, der durch die organisatorische und] finanzielle Schwäche der Parteien zusätzlich begünstigt werde42.

[Z. 4-8]

"Dem Hauptinteresse einer Volkspartei, die Wahlen zu gewinnen, um dadurch in den Besitz der politischen Entscheidungsbefugnisse zu gelangen, kann die innerparteiliche Diskussion nur insoweit dienen, als sie die Partei nicht hindert, sich auf den vermuteten und in der Regel demoskopisch ermittelten Wählerwillen einzustellen"45.

[Z. 18-21]

Für die Beurteilung der Umwelteinflüsse auf die Binnenstrukturen politischer Parteien ist die bereits erwähnte Studie von Samuel Eldersveld von besonderer Relevanz, da diese die Parteien bewußt in ihrem System-Umwelt-Bezug untersucht. Die von ihm formulierten und in regionalem Maßstab empirisch belegten "vier theoretischen Konstrukte" [zeigen im Gegensatz zu den oben zitierten Autoren die Parteien in einer umweltbedingten Binnenstruktur, die weniger durch geringe Partizipationschancen und verkrustete Machtstrukturen als vielmehr durch eine gefährdete Handlungs- und Funktionsfähigkeit gekennzeichnet ist]47:


42 Wolfgang Abendroth, Innerparteiliche und innerverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie, a. a. O., S. 316 f; siehe auch Hans See, Volkspartei im Klassenstaat, oder das Dilemma der innerparteilichen Demokratie, Reinbek bei Hamburg 1972, S. 86 ff

[…]

45 Kurt Sontheimer, Der demokratische Prozeß in den Parteien, in: Schriftenreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung zur Zeitgeschichte, Band 12, Parteien, Wahlrecht, Demokratie, S. 86

[…]

47 Samuel J. Eldersveld, Political Parties, a. a. O., S. 5-12

[Gabriel 1973, Seite 82, rechte Spalte Z. 24-29]

Aus seiner "Diagnose" leitet er einen übergebührlichen Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Machtpositionen ab, die durch die organisatorische und finanzielle Schwäche der Parteien weiter verfestigt werde79.

[Blüm 1972, Seite 15, Z. 32-37]

"Dem Hauptinteresse einer Volkspartei, die Wahlen zu gewinnen, um dadurch in den Besitz der politischen Entscheidungsbefugnisse zu gelangen, kann die innerparteiliche Diskussion nur insoweit dienen, als sie die Partei nicht hindert, sich auf den vermuteten und in der Regel demoskopisch ermittelten Wählerwillen einzustellen."18

[Mühleisen 1973a, Seite 18, Z. 39-44]

Damit gibt er einerseits eine […] Abgrenzung seines Forschungsgegenstandes "Parteistrukturen" durch beobachtbare und begründete Ähnlichkeiten62 und schafft andererseits die Möglichkeit, den System/Umwelt-Ansatz auf die Partei […] anzuwenden.63

[Mühleisen 1973a, Seite 19, Z. 1-3]

Im Anschluß an diese Voraussetzungen stellt Eldersveld im letzten Teil seiner "Theorie" "vier theoretische Konstrukte" ("theoretical constructs") vor […].


[Gabriel 1973, Seite 75, linke Spalte Z. 106-108]

3 Vgl. ABENDROTH, Wolfgang: Innerparteiliche und innerverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie […]

[Gabriel 1973, Seite 82, rechte Spalte Z. 103-105]

79 vgl. ABENDROTH, a.a.O., S. 316 f. Hierzu ausführlich: SEE, Hans: Volkspartei im Klassenstaat, Reinbek bei Hamburg 1972, S. 86 ff.

[Böhle 1973, Seite 146, rechte Spalte Z. 11-15]

See, Hans
Volkspartei im Klassenstaat oder das Dilemma der innerparteilichen Demokratie.
Reinbek 1972

[Blüm 1972, Seite 131, Z. 35-37]

18 K. Sontheimer: "Der demokratische Prozeß in den Parteien", in: Schriftenreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung zur Zeitgeschichte, B. 12, "Parteien, Wahlrecht, Demokratie", S. 86

[Mühleisen 1973a, Seite 27, Z. 29-31 u. 34-35]

63 Eldersveld, Political Parties, 2 f.
64 Ibid., 5 f.
65 Ibid., 6 f.
[…]
67 Eldersveld, Political Parties, 8-10.
68 Ibid., 10-12.



Anmerkung
1. Zu den Quellen Gabriel 1973 und Böhle 1973: Fortsetzung von der Vorseite. – Von finanziellen Schwächen der Parteien spricht Abendroth erst auf S. 318; offenbar übernimmt der Verfasser Gabriels Verweis auf Abendroth ungeprüft. Der übernommene Verweis auf See ist inhaltlich korrekt; der Titel seiner Abhandlung wird im Original jedoch Volkspartei im Klassenstaat oder Das Dilemma der innerparteilichen Demokratie geschrieben.

Abendroths Aufsatz wird ebenfalls auf Seite 12 und auf Seite 37 (dort mit einem falschen Titel) erwähnt.

2. Zur Quelle Blüm 1972: Im Original steht bei Sontheimer der Singular "Entscheidungsbefugnis". Weiterhin heißt es bei diesem "als sie die Partei nicht daran hindert". Auch ist seine Abhandlung in der Schriftenreihe der Friedrich-Naumann-Stiftung zur Politik und Zeitgeschichte erschienen, die auch im Literaturverzeichnis des Verfassers falsch wiedergegeben wird. Durch diese drei charakteristischen Fehler wird evident, dass der Verfasser hier nicht Sontheimer im Original zitiert, sondern nach Blüm, was er aber nicht kenntlich macht. Schließlich ist noch auffällig, dass weder der Verfasser noch seine Quelle die Seitenanfangs- und -endzahlen 78 bzw. 93 von Sontheimers Aufsatz nennen und auch nicht die Erscheinungsorte Köln und Opladen sowie das Erscheinungsjahr 1967 des diesen enthaltenden Sammelbandes. Sontheimers Vorname Kurt ist geläufig.

3. Zur Quelle Mühleisen 1973a: Der Verfasser übernimmt eine Rezeptionsleistung – wobei er hier eine eigene Ergänzung beisteuert – bezüglich Samuel J. Eldersvelds Werk Political Parties. A Behavioral Analysis von Mühleisen, der über eine empirische Untersuchung Eldervelds in der Region Detroit berichtet. Die Seitenangabe 5-12 in Fußnote 47 setzt der Verfasser offenbar aus den Seitenangaben in den Fußnoten 64, 65, 67 und 68 auf S. 27 bei Mühleisen zusammen (der Fließtext zu diesen Fußnoten findet sich auf der nächsten Seite).

 

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