Seite 12

Typus
Bauernopfer
Quelle
Ebbighausen 1973 / Mühleisen 1973a
Dissertation:
Seite: 012, Zeilen: 01, 101-105, 108-109
 
Fundstelle:
Seite(n): 021; 022; 027, Zeilen: 16-19, 122-125; 01, 14-21, 108; 41-42
 
[Diese Herausforderung rückte die Forderung nach organisationsinterner, vor allem aber innerparteilicher Demokratie mit innerer Konsequenz erneut in den Mittelpunkt parteiensoziologischer Diskussion und For-]schung70 […].

[…]

[Wenn die Parteienforschung an dem Ziel festhalten will, "zu möglichst allgemeinen und nach festgelegten Regeln empirisch überprüfbaren Theorien über die Bedingungen der Innen- und Außenbeziehungen der politischen Parteien zu gelangen"72, dann muß sie sich einstweilen mit Theorien mittlerer Reichweite73 zufriedengeben.]


70 diesen Zusammenhang betont Wolfgang Abendroth, Innerparteiliche und innerverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie, in: Politische Vierteljahresschrift, 5. Jg., 1964, S. 307 ff; einen wichtigen Beitrag zu dieser Neuorientierung leistete Jürgen Habermas mit seinem Buch Strukturwandel der Öffentlichkeit, Neuwied 1962, und dem dort von ihm entwickelten Konzept der "organisationsinternen Öffentlichkeit", bes. S. 264 ff
[…]
[72 Hans-Otto Mühleisen, Theoretische Ansätze der Parteienforschung, a.a.O., S. 10f]
73 Robert K. Merton, Social Theory and Social Structure, 3. erweiterte Auflage, Clencoe [sic] 1957, S. 5; Mertons Postulat der "theories of middle range" kann gerade im Bereich der modernen Parteienforschung als weitgehend unumstritten gelten.
[Ebbighausen 1973, Seite 21, Z. 16-19]

Vorbereitet […] durch Autoren wie […] Wolfgang Abendroth, Jürgen Habermas24 u. a., rückte […] die Frage nach der Chance einer Demokratisierung etablierter Parteistrukturen in das Blickfeld

[Ebbighausen 1973, Seite 22, Z. 1]

der parteiensoziologischen Forschung der Bundesrepublik25.

[Ebbighausen 1973, Seite 22, Z. 14-21]

Gegenstand der parteiensoziologischen Diskussion und Forschung wurde […] die […] Vorstellung innerorganisatorischer Demokratie […] mit dem damals erörterten Konzept "organisationsinterner Öffentlichkeit", wie es Habermas […] herzuleiten gesucht hatte26.


[Ebbighausen 1973, Seite 21, Z. 122-125]

24 [Vgl. dazu …] Wolfgang Abendroth, "Innerparteiliche und innerverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie", in: Politische Vierteljahresschrift, 5. Jg., 1964, S. 307 ff.; Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Neuwied 1962.

[Ebbighausen 1973, Seite 22, Z. 108]

26 Vgl. Jürgen Habermas, Strukturwandel der Öffentlichkeit, a.a.O., insbes. S. 264 ff.

[Mühleisen 1973a, Seite 22, Z. 16-18]

Von dieser Position aus sei für ein Vorgehen plädiert, das mit Merton als Bemühen um Theorien mittlerer Reichweite ("theories of the middle range") bezeichnet werden kann.73

[Mühleisen 1973a, Seite 27, Z. 41-42]

73 Robert K. Merton, Social Theory and Social Structure, 3. erw. Aufl., Glencoe 1957, 5; […].



Anmerkung
1. Zur Quelle Ebbighausen 1973: Fortsetzung von der Vorseite. – Der Verfasser übernimmt abgewandelt eine wissenschaftshistorische Aussage von Ebbighausen mitsamt zwei Literaturreferenzen. Er verweist vor und nach den hier wiedergegebenen Ausführungen auf Ebbighausen, macht aber nicht kenntlich, dass er diese ebenfalls übernimmt.

Abendroths Aufsatz wird ebenfalls auf Seite 24 und auf Seite 37 (dort mit einem falschen Titel) erwähnt.

2. Zur Quelle Mühleisen 1973a: Mertons zitiertes Werk ist 1957 in Wirklichkeit in der 2. überarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen und nicht, wie der Verfasser falsch von Mühleisen übernimmt, in der 3. erweiterten. Auch im Literaturverzeichnis findet sich diese Klassifizierung. Vermutlich liegt es ihm also nicht vor. Das Merton-Zitat überträgt er fehlerhaft, denn im Original heißt es "theories of the middle range".