Monthly Archives: Juli 2013

Seite 19

Typus
Bauernopfer
Quelle
Mühleisen 1973b
Dissertation:
Seite: 019, Zeilen: 01-02, 06-17, 22-24, 101-115
 
Fundstelle:
Seite(n): 070; 071; 072; 078; 082; 085; 086; 087, Zeilen: 41-43; 01, 03-04, 29-33; 07-08, 11-13; 18-21, 29-34; 49-50; 03-04, 52-53; 01-02, 06-08, 11-12, 39-43, 49-50; 18
 
[Z. 1-2]

[Wenn sich die starke Stellung von Parteiführern aber wesentlich durch die von ihnen erwartete Krisenbewältigung bzw. die erfolgreich durchgeführten Wahlen erklärt, dann wäre umge-]kehrt zu untersuchen, unter welchen Bedingungen es ihnen gelingt, trotz verlorener Wahl im Amt zu verbleiben22.

[Z. 6-17]

Nur eine Veränderung der Autoritätsstrukturen der Parteien schien eine Vergrößerung ihrer Mitgliederzahlen und eine Erweiterung ihrer Partizipationschancen möglich zu machen, die wiederum in der Sicht der Parteien als "Legitimierungs- und Interessenkoordinierungsorgane"23 für unverzichtbar gehalten wurde. [sic]

Die Ursachen für die geringe Zahl der Mitglieder und deren unbefriedigender politischer Teilnahme stellen sich unter Berücksichtigung organisationstheoretischer Überlegungen differenzierter dar, als von der Parteienforschung meist angenommen wurde24. Insbesondere die Beobachtung unterschiedlicher Beitritts- und Leistungsmotivationen25 hat deutlich gemacht, daß der Entschluß zum Beitritt in eine politische Partei durchaus nicht notwendigerweise die Motivation zur engagierten Teilnahme an innerparteilichen Vorgängen miteinschließen muß.

[Z. 22-24]

In diesem Zusammenhang erweist sich der Eindruck, persönliche Ziele durch Teilnahme in einer Organisation fördern zu können, als wesentliche Voraussetzung der Leistungsmotivation26.


22 dies ist die zweite von Hamblin empirisch getestete Hypothese, daß Mitglieder dazu neigen, ihre Führer durch neue zu ersetzen, wenn diese für die Krise keine Lösung gefunden haben, auch dann, wenn es gar keine Lösung gibt
23 Peter Haungs, Innerparteiliche Demokratie im parlamentarischen Regierungssystem, in: Civitas, Nr. 4, 1965, S. 51
24 vgl. dazu Richard Rose, The Political Ideas of English Party Activists, in: American Political Science Review, Nr. 56, 1962, S. 370 ff; Samuel H. Barnes, Participation, Education, and Political Competence, Evidence from a Sample of Italian Socialists, in: American Political Science Review, Nr. 60, 1966, S. 348-353; Robert R. Alford, Sources of Political Involvement, in: Otto Stammer (Hrsg), Party Systems, a. a. O., S. 77-106; David Berry, Party Membership and Social Participation, in: Political Studies, Nr. 17, 1969, S. 196-207
25 Niklas Luhmann, Funktionen und Folgen formaler Organisation, Berlin 1964, S. 104
26 siehe dazu Sidney Verba, Political Participation and Strategies of Influence: A Comparative Study, in: Acta Sociologica, Nr. 6, 1962, S. 31 f; March/Simon, Organizations, New York 1958, S. 66 f
[Seite 78, Z. 29-34]

Andererseits wäre es, von der zweiten Hypothese Hamblins ausgehend, sicher interessant festzustellen, unter welchen Aspekten und mit welchen Methoden Parteiführer trotz einer verlorenen Wahl, d. h. ohne daß sie eine Lösung für die "Krise" gefunden haben, ihr Amt behalten.

[Seite 78, Z. 18-21]

2. Wenn Führer für Krisen keine Lösungen finden, tendieren die Mitglieder dazu, ihre alten Führer durch neue zu ersetzen, selbst wenn es gar keine Lösungen gibt.

[Seite 70, Z. 41-43]

[…] daß Parteien als lockere Aktionsgemeinschaften mit kleiner Mitgliedschaft ihre Aufgabe als "Legitimierungs- und Interessenkoordinierungsorgane" weniger erfül-

[Seite 71, Z. 1]

len könnten82 […].

[Seite 71, Z. 3-4]

Die umfassendste und differenzierteste Zusammenstellung von Beitrittsmotiven gibt Rose,84 […].

[Seite 72, Z. 11-13]

Der wichtigste Beitrag der Organisationstheorie zu dieser Frage der Parteimitgliedschaft dürfte die klare Unterscheidung zwischen Beitritts- (Teilnahme-) und Leistungsmotivation sein,98 […].

[Seite 71, Z. 29-33]

Die Frage nach einem Indikator für "Teilnahme am Leben der Partei" ist schwierig, da der wohl einzig mögliche Indikator "Teilnahme an Parteiveranstaltungen"91 […] sicher ein falsches Bild ergäbe.

[Seite 72, Z. 7-8]

[Angelsächsische Autoren suchen den Grund für die mangelnde Teilnahme eher in der Frustration privater Motive.94 Die persönlichen Anreize der Patronage95 oder auch] die psychologische Befriedigung durch Selbstbestätigung96 sind hier die ausschlaggebenden […].

[Seite 74]

[Die Leistungsmotivation als Problem der Parteien wird sich nur in begrenztem Umfang durch größere Attraktion für persönliche Ziele steigern lassen.105 Als nützlicher dagegen kann sich das Konzept der "identification" erweisen. March/Simon bieten das folgende Schema:106

…]

[Seite 85, Z. 52-53]

82 Peter Haungs, "Innerparteiliche Demokratie im parlamentarischen Regierungssystem", in: Civitas, 4 (1965), 51

[Seite 86, Z. 1-2]

84 Richard Rose, "The Political Ideas of English Party Activists", in: American Political Science Review, 56 (1962), 370; […].

[Seite 86, Z. 6-8]

85 Samuel H. Barnes, "Participation, Education, and Political Competence, Evidence from a Sample of Italian Socialists", in: American Political Science Review, 60 (1966), 348-53; […].

[Seite 86, Z. 41-43]

97 […] ein wichtiger Beitrag zu dieser Frage ist die Arbeit von Robert R. Alford, "Sources of Political Involvement", in: Stammer, Party Systems, 77-106 […].

[Seite 86, Z. 11-12]

86 David Berry, "Party Membership and Social Participation", in: Political Studies, 17 (1969), 196-207; […].

[Seite 82, Z. 49-50]

[22 …] Niklas Luhmann, Funktionen und Folgen formaler Organisation, Berlin 1964 […].

[Seite 86, Z. 49-50]

98 Literatur und einschränkende Bemerkungen zu dieser Unterscheidung siehe Luhmann, Funktionen und Folgen, 104, Anm. 32.

[Seite 86, Z. 39-40]

96 Sidney Verba, "Political Participation and Strategies of Influence: A Comparative Study", in: Acta Sociologica, 6 (1962), 31 f.

[Seite 85, Z. 3-4]

66 Zum Beispiel nach der Einteilung von March/Simon, Organizations, New York 1958, 161.

[Seite 87, Z. 18]

106 March/Simon, Organization, 66.



Anmerkung
Fortsetzung von der Vorseite (das dortige Adjektiv "experimentell" Mühleisens findet sich hier als "empirisch" wieder). – Der Verfasser übernimmt acht Literaturbelege von Mühleisen und verfasst vor diesem Hintergrund seinen Text. Zu den Fehlern:

– Die zweite Hypothese Hamblins lautet nicht, "daß Mitglieder dazu neigen, ihre Führer durch neue zu ersetzen, wenn diese für die Krise keine Lösung gefunden haben, auch dann, wenn es gar keine Lösung gibt", sondern lediglich: "A group tends to replace its old leader with a new leader if the old leader does not have an obvious solution to the crisis problem." (Robert L. Hamblin, Leadership and Crises, in: Sociometry, 21 [1958], S. 322-335, hier S. 331) Auf S. 324 schreibt Hamblin zwar: "Of course, there are some crisis problems for which humans have no known solution. But even in these crises the leader is expected to be replaced." und führt hierfür eine Studie von Marshall von 1927 an. Von ihm selbst wird diese Annahme jedoch nicht empirisch überprüft. Die von Mühleisen verfälschend wiedergegebene Hypothese wird vom Verfasser also übernommen.

– Die Seitenangabe 370 ff des Verfassers bei Rose ist unstimmig, da Roses Abhandlung auf S. 371 endet.

– Bei Luhmann ist auf S. 104 lediglich von "Teilnahmemotivation" und "Leistungsmotivation" die Rede, nicht jedoch von "Beitrittsmotivation" bzw. "Beitrittsmotivationen".

– Bei fünf Literaturverweisen gibt der Verfasser statt des Jahrgangs der Zeitschriften eine "Nr." an. (Auf Berrys Aufsatz wird auch auf S. 101 verwiesen.)

– Bei den Aufsätzen von Haungs, Rose und Verba finden sich weder beim Verfasser noch in seiner Quelle die im wissenschaftlichen Schrifttum üblichen Seitenintervallangaben.

– Bei dem Buch von March / Simon fehlen die Vornamen der Autoren. Im Literaturverzeichnis findet sich zwar der von March (den der Verfasser von S. 83 der Quelle Mühleisen 1973b kennt), jedoch nicht der von Simon.
 

Seite 18

Typus
Bauernopfer
Quelle
Mühleisen 1973b
Dissertation:
Seite: 018, Zeilen: 10-16, 21-22, 29-31, 103-108
 
Fundstelle:
Seite(n): 077; 078; 089, Zeilen: 37-44; 15-18, 29-34; 05-06, 08-11, 17-20, 25-29
 
[Z. 10-16]

So konnte durch eine Reihe von Untersuchungen gezeigt werden, daß Führungspersönlichkeiten sich in der Tat deutlich von anderen Organisationsmitgliedern unterscheiden, allerdings weniger durch persönliche Eigenschaften und Qualifikationen, die häufig für typische Führungsmerkmale gehalten werden, wie rhetorische Begabung, Engagement und Intelligenz, als vielmehr durch ihre Stellung im organisationsinternen Kommunikationsprozeß, d. h. vor allem durch die Häufigkeit, mit der sie Informationen beziehen und vermitteln19.

[Z. 21-22]

Führer scheinen in Krisenzeiten generell einen größeren Einfluß auf ihre Organisation und deren Mitglieder ausüben zu können als in Nichtkrisenzeiten20.

[Z. 29-31]

Wenn sich die starke Stellung von Parteiführern aber wesentlich durch die von ihnen erwartete Krisenbewältigung bzw. die erfolgreich durchgeführten Wahlen erklärt, dann wäre umge-[kehrt zu untersuchen, unter welchen Bedingungen es ihnen gelingt, trotz verlorener Wahl im Amt zu verbleiben22.]


19 siehe dazu vor allem Alex Bavelas, Leadership: Man and Function, in: Administrative Science Quarterly, Nr. 4, 1960, S. 492 ff; vgl. auch Moos/Koslin, Prestige Suggestion and Political Leadership, in: Public Opinion Quarterly, Nr. 16, 1952, S. 77-93; Warner W. Burke, Leadership Behavior as a Function of the Leader, the Follower, and the Situation, in: Journal of Personality, Nr. 33, 1965
20 Robert L. Hamblin, Leadership and Crisis, in: Sociometry, Nr. 21, 1958, S. 322
[Seite 77, Z. 37-44]

Bavelas warnt zu Recht davor, daß die untersuchten Führereigenschaften oft mehr Ausdruck davon seien, was die Forscher für Führerqualitäten hielten.130 Dennoch hätte eine Reihe von Untersuchungen ergeben, daß "Führer" sich signifikant von "Nichtführern" unterschieden, allerdings nicht durch persönliche Eigenschaften wie Rechtschaffenheit, Mut oder Intelligenz, dagegen z. B. hinsichtlich der Häufigkeit des Aussendens oder Empfangens von Informationen. [Bavelas meint, daß die persönlichen Führungsqualitäten131 bei der Entwicklung der Organisationen immer mehr an Wichtigkeit verlören zugunsten der Fähigkeit, die effektive Operationalität des Entscheidungssystems, welches das Management der Organisation einschließt, zu unterhalten.132]

[Seite 78, Z. 15-18]

Als unmittelbar auf die Parteien anwendbares Beispiel dieses situationsbezogenen Ansatzes sei die Arbeit von Hamblin genannt, der experimentell die zwei Hypothesen untersucht: 1. In Krisenzeiten haben Führer mehr Einfluß als in Nichtkrisenzeiten;135 […].

[Seite 78, Z. 29-34]

Andererseits wäre es, von der zweiten Hypothese Hamblins ausgehend, sicher interessant festzustellen, unter welchen Aspekten und mit welchen Methoden Parteiführer trotz einer verlorenen Wahl, d. h. ohne daß sie eine Lösung für die "Krise" gefunden haben, ihr Amt behalten.

[Seite 89, Z. 5-6]

130 Alex Bavelas, "Leadership: Man and Function", in: Administrative Science Quarterly, 4 (1960), 492.

[Seite 89, Z. 8-11 u. 17-20]

132 [Bavelas, Leadership, 497;] demgegenüber betonen Moos/Koslin die "special qualities" unter dem Aspekt der für die Organisation günstigen Zielerreichung (Moos/Koslin, "Prestige Suggestion and Political Leadership", in: Public Opinion Quarterly, 16 (1952), 77-93) [und Marak baut auf diesem Zusammenhang seine im Experiment im wesentlichen nicht widerlegte Hypothese über die positive Korrelation von "Task Ability" und "Leadership" auf (George E. Marak Jr. "The Evolution of Leadership Structure", in: Sociometry, 27 (1964), 174-82). Für beide Richtungen gibt es mehrere Arbeiten, die sich für die Übertragung auf die politischen Parteien anbieten;] vgl. hierzu die Literaturangabe bei Warner W. Burke, "Leadership Behavior as a Function of the Leader, the Follower, and the Situation", in: Journal of Personality, 33 (1965), 62.

[Seite 89, Z. 25-29]

135 Robert L. Hamblin, "Leadership and Crisis", in: Sociometry, 21 (1958), 322: Crise [sic]: "An urgent situation in which all group members face a common threat": man darf annehmen, daß dies zwei Aspekte hat: von seiten der Führung mehr Einfluß für notwendig halten, von seiten der Geführten bereit sein, mehr Einfluß zu akzeptieren.



Anmerkung
Der Verfasser übernimmt abgewandelt Ausführungen von Mühleisen mit Literaturbelegen. Burkes Abhandlung wird noch kurz in Mühleisens Fußnote 134 für ein Experiment zu Führungsproblemen erwähnt. Zu den Fehlern:

– Bavelas' Aufsatz findet sich nicht auf S. 492 ff. (wovon der Leser hier ausgehen muss), sondern auf S. 491 ff. Nicht nachvollziehbar ist zudem, warum der Verfasser den Begriff "rhetorische Begabung" anführt, da dieser weder bei Bavelas noch bei Moos / Koslin oder Burke vorkommt.

– Der Autorenname von Burke ist nicht Warner W. Burke, sondern W. Warner Burke. Auch wird das Seitenintervall seines Aufsatzes weder vom Verfasser noch seiner Quelle genannt. Es ist daher zweifelhaft, ob Ersterem der Aufsatz vorliegt.

– Hamblins Aufsatz hat den Titel Leadership and Crises. Weiterhin findet sich die Hamblin vom Verfasser zugeschriebene Aussage nicht auf S. 322.

– Die Vornamen von Malcolm Moos und Bertram Koslin werden weder vom Verfasser noch seiner Quelle genannt. Auch hier ist zweifelhaft, ob Ersterem der Aufsatz vorliegt.

– Bei den Literaturverweisen gibt der Verfasser statt des Jahrgangs der Zeitschriften eine "Nr." an.

Da in den Fußnoten 18 und 21 auf Mühleisen verwiesen wird, Wertung als Bauernopfer. Fortsetzung auf der nächsten Seite (das Adjektiv "experimentell" findet sich dort beim Verfasser als "empirisch" wieder).
 

Seite 21

Typus
Verschleierung
Quelle
Mühleisen 1973b
Dissertation:
Seite: 021, Zeilen: 07-11, 101-102
 
Fundstelle:
Seite(n): 067; 084, Zeilen: 35-41; 45-47
 
Andererseits werden mit wachsender Größe einer Organisation die Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern in der Regel unpersönlicher, die Kommunikationsdichte nimmt ab, die Möglichkeit spontaner Aktionen und Initiativen wird geringer, zumindest aber immer weniger erfolgversprechend, die Teilnahmeintensität geht stetig zurück30; […].


30 siehe dazu Bernhard P. Indik, Some Effects of Organization Size on Member Attitudes and Behavior, in: Human Relations, Nr. 16, 1963, S. 378-380
[Seite 67, Z. 35-41]

Eine sich vergrößernde Organisation muß die innerorganisatorischen Beziehungen verbürokratisieren […] die Beziehungen werden unpersönlicher und damit unter bestimmten Prämissen weniger attraktiv. Auf weniger Attraktion folgt in der Regel weniger Kommunikation und damit weniger innerorganisatorische Partizipation.63

[Seite 84, Z. 45-47]

63 Vgl. Bernhard P. Indik, "Some Effects of Organization Size on Member Attitudes and Behavior", in: Human Relations, 16 (1963), 378-380 (auch zu möglichen weiteren negativen Auswirkungen).



Anmerkung
Der genannte amerikanische Psychologe heißt Bernard P. Indik; sein Aufsatz findet sich auf den S. 369-384 in Ausgabe Nr. 4 des 16. Jahrgangs von Human Relations. Dessen Anfangs- und Endseitenzahl, wie bei Abhandlungen in Sammelbänden im wissenschaftlichen Schrifttum üblich, nennen weder der Verfasser noch Mühleisen. Über spontane Aktionen oder Initiativen äußert sich Indik im gesamten Text an keiner Stelle. Die Vermutung liegt nahe, dass der Verfasser Mühleisens Text ausschmückt und ihm Indiks Aufsatz gar nicht vorliegt.
 

Seite 10

Typus
Verschleierung / Bauernopfer
Quelle
Köser 1973a / Schmelzer / Becker 1968
Dissertation:
Seite: 010, Zeilen: 01-09, 101-105, 107-108
 
Fundstelle:
Seite(n): 010; 031; 032; 037; 038; 050; 055, Zeilen: rechte Spalte 109-111; 21-26, 39-40; 03-06; 28-34; 05-09; 51; 18, 35-37
 
[Einen anderen Typus politischer Parteien als die bisher genannten Arbeiten stellen die Untersuchungen über die KPdSU und die SED von Boris Lewytzkyj58 bzw. Peter Chri-]stian Ludz59 dar, die beide auf nationaler Ebene die Binnenstrukturen dieser Parteien durch Analyse der Parteibürokratie, der Zentralkomitees und der Parteitage zu ermitteln versuchen. Angesichts der verschiedenartigen Parteitypen und der unterschiedlichen Forschungstechniken muß um so mehr erstaunen, daß hinsichtlich der jeweiligen Partei-Elite durchaus Übereinstimmungen zwischen "pluralistischen" und "zentralistischen" Parteien sichtbar werden. So stellt sich für Ludz die Führungsgruppe der SED durchaus nicht als monolithischer Block dar, er sieht vielmehr eine gewisse Elitenkonkurrenz60, die der Eldersveldschen Stratarchie als quantitativer Machtverteilung pluralistischer Eliten nicht völlig unähnlich ist. [Allerdings muß kritisch angemerkt werden, daß beide Autoren61 das Problem der Abgrenzung der Elite mit Hilfe der nicht unumstrittenen Positionstechnik62 lösen, wobei unterstellt wird, daß die Inhaber institutionalisierter Machtpositionen in der Regel auch den ausschlaggebenden Einfluß auf die Entscheidungsprozesse in ihrem Bereich ausüben.]


59 Peter Christian Ludz, Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Parteiführung. Eine empirisch-systematische Untersuchung. Köln-Opladen, 3. Auflage 1970
60 ebda, S. 42 ff/S. 324 f; anderer Auffassung sind Eckart Förtsch/Rüdiger Mann, Die SED, Stuttgart 1969, S. 50 ff
[61 wie übrigens auch Valen/Katz und Barnes in ihren Untersuchungen]
62 siehe dazu: J. G. March, An Introduction to the Theory and Measurement of Influence, in: American Political Science Review, 49, 1955, S. 431-451; [Paul Drewe, Sozialforschung in der Regional- und Stadtplanung, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 18. Jg., 1966, Heft 1, S. 102-112; Horst Schmelzer/Reiner Becker, Material für eine Analyse politischer Machtstrukturen in Gemeinden, hrsg. von der Politischen Akademie Eichholz, o.O., Mai 1968]
[Köser 1973a, Seite 31, Z. 21-26]

Als exemplarische Studien nationaler Parteiorganisationen seien hier Lewytzkyjs (14) und Fainsods (8) Beschreibungen der KPdSU und SED-Studien von Ludz (17) und Förtsch/Mann (9) genannt. Erstere stellen die Parteibürokratie (14, S. 77 ff.) […] der KPdSU in den Mittelpunkt, letztere die Parteitage und das ZK der SED (17, S. 55 ff. und S. 93 ff.).

[Köser 1973a, Seite 37, Z. 28-34]

Um so erstaunlicher […] ist es, daß Ludz und Eldersveld trotz unterschiedlicher Untersuchungsmethoden hinsichtlich der Partei-Eliten zu gewissen Übereinstimmungen in ihren Ergebnissen gelangen. Beide lehnen die Vorstellung von der Elite als einer homogenen, monolithischen Gruppe ab. Ludz spricht von einer latenten bzw. manifesten Elitenkonkurrenz (17, S. 42 ff.) […].

[Köser 1973a, Seite 38, Z. 5-9]

[Ludz kommt zu dem Ergebnis, daß …] Die SED-Elite könne […] als eine "konsultativ-autoritäre Entscheidungselite" bezeichnet werden (17, S. 324 f.). Der Elitenpluralismus von Eldersveld resultiert aus einer Fülle innerparteilicher pluralistischer Strukturen: […].

[Köser 1973a, Seite 31, Z. 39-40]

Zum Typ der autoritär-zentralistischen Partei zählt Ludz die SED.

[Köser 1973a, Seite 32, Z. 3-6]

Förtsch/Mann bezeichnen dagegen die SED als eine totalitär-zentralistische Partei, in der das Leninsche Organisationsprinzip des "demokratischen Zentralismus" vorherrsche.12

[Köser 1973a, Seite 50, Z. 51]

12 Förtsch/Mann, Die SED, 50 ff.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 18]

(9) Förtsch, Eckart/Mann, Rüdiger, Die SED, Stuttgart 1969.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 35-37]

(17) Ludz, Peter Christian, Parteielite im Wandel. Funktionsaufbau, Sozialstruktur und Ideologie der SED-Parteiführung. Eine empirisch-systematische Untersuchung, Köln-Opladen, 3. Aufl. 1970.

[Schmelzer / Becker 1968, Seite 10, linke Spalte]

[Obwohl sich sowohl MARCH als auch SIMON sehr um die Untersuchung der Bedeutung von Machtstrukturen in Entscheidungsprozessen bemüht haben30 …]

[Schmelzer / Becker 1968, Seite 10, rechte Spalte Z. 109-111]

30 Vergl.: March, J. G.: "An introduction to the theory and measurement of influence", in: American Political science Review, 49, 1955, S. 431-451. / […].



Anmerkung
1. Zur Quelle Köser 1973a: Fortsetzung von der Vorseite. – Der Verfasser erstellt seinen Text anhand der Vorlage von Köser, was sich insbesondere an den seitenzahlgenau übernommenen Literaturverweisen zeigt. Eine eigene Rezeption der Literatur ist nicht erkennbar. Ludz' Buch ist zudem nicht in "Köln-Opladen", sondern in Köln und Opladen (im Westdeutschen Verlag) erschienen. Auffällig ist auch, dass der Verfasser bei Förtsch / Mann nur Stuttgart als Erscheinungsort nennt; bei Büchern, die – wie dieses – im Kohlhammer-Verlag erschienen sind, gibt er sonst regelmäßig Stuttgart / Berlin / Köln / Mainz als Erscheinungsorte an. Keiner der genannten Autoren (inkl. Fainsod von der Vorseite) wird – außer im Literaturverzeichnis – im weiteren Verlauf der untersuchten Arbeit wieder erwähnt.

2. Zur Quelle Schmelzer / Becker 1968: March beschäftigt sich in seinem Aufsatz an keiner Stelle mit der Positionstechnik (engl.: positional approach). Anscheinend greift der Verfasser aus den Literaturverweisen bei Schmelzer / Becker diesen aufs Geratewohl heraus, ohne ihn gelesen zu haben. Bei Drewe, dessen Abhandlung ebenfalls bei Schmelzer / Becker auf S. 7 erwähnt wird, wird diese auf S. 107 in eineinhalb Zeilen lediglich kurz gestreift (weshalb deren Nennung jedoch nicht als regelwidrige Übernahme gewertet wird). Schmelzer / Becker behaupten dabei nicht, dass March oder Drewe sich in diesen Aufsätzen mit der Positionstechnik auseinandersetzten.

Ob Lewytzkyj, Ludz, Valen / Katz und Barnes tatsächlich die Positionstechnik verwenden – deren Essenz der Verfasser oben zutreffend wiedergibt –, sei dahingestellt; bzgl. Barnes gibt es von den genannten Autoren die stärksten Zweifel, ob er ihn im Original rezipiert hat (s. dazu Seite 9 bzw. Seite 113).
 

Seite 23

Typus
Verschleierung
Quelle
Gabriel 1973
Dissertation:
Seite: 023, Zeilen: 32-36
 
Fundstelle:
Seite(n): 082, Zeilen: rechte Spalte 16-20, 24-29
 
Es ist daher nicht zu übersehen, daß die vorhandenen Tendenzen innerparteilicher Demokratisierung durch eine zunehmende "Außensteuerung" der Parteien konterkariert und schließlich aufgehoben werden könnten. Wolfgang Abendroth sieht eine solche Gefahr vor allem durch den wachsenden Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Interessenten auf die Parteien, der durch die organisatorische und [finanzielle Schwäche der Parteien zusätzlich begünstigt werde42.] Waren oben die Vereinigungen und Interessengruppen noch als möglicherweise demokratisierendes Element bezeichnet worden, so ergibt sich mit ihrer Existenz aber auch die Gefahr einer "Außensteuerung" der Parteien. [Reichlich einseitig konstatiert Abendroth einen dominierenden Einfluß des Kapitals, der agrarischen Kleinproduzenten und der Vertriebenen auf die Politik, unterschlägt aber den sicher nicht geringen Einfluß der Gewerkschaften als Arbeitnehmervertreter.] Aus seiner "Diagnose" leitet er einen übergebührlichen Einfluß demokratisch nicht legitimierter ökonomischer Machtpositionen ab, die durch die organisatorische und finanzielle Schwäche der Parteien weiter verfestigt werde79.


Anmerkung
Fortsetzung auf der nächsten Seite
 

Gabriel 1973

Angaben zur Quelle

Autor    Oscar W. Gabriel
Titel    Innerparteiliche Demokratie
Sammlung    Beiträge zum Problem politischer Arbeit in der modernen Gesellschaft
Herausgeber    Konrad Adenauer Stiftung – Politische Akademie Eichholz
Ort    Bonn
Verlag    Eichholz
Reihe    Materialien zur Tagungs- und Seminararbeit der Politischen Akademie Eichholz ; 24
Jahr    1973
Seiten    75-92
ISBN    3-87 198-017-X
   
Literaturverz.    ja
Fußnoten    ja

Seite 33

Typus
Verschleierung
Quelle
Conze 1970
Dissertation:
Seite: 033, Zeilen: 07-10, 101
 
Fundstelle:
Seite(n): 394; Zeilen: 29-34; 101-102
 
[Gerade die Vernachlässigung des institutionellen Kontextes läßt eine parteiensoziologische Analyse in ihren Ergebnissen leicht spekulativ erscheinen,] da ihre Kriterien eben nicht innerhalb der Parteien selbst zu finden sind, "auch nicht aus allgemeinen Kategorien 'der' Demokratie, sondern einzig aus der Verträglichkeit der jeweiligen Art und Weise innerparteilicher Willensbildung mit den institutionellen Erfordernissen der konkret gegebenen Staatsform"1.


1 Wilhelm Hennis, Meinungsforschung und repräsentative Demokratie, a. a. O., S. 52
[Damit ist ein Gesichtspunkt gewonnen, auf den kürzlich Wilhelm Hennis in erfreulich prägnanter Weise hingewiesen hat8. Er bemerkt, daß die besonders in Frankreich und Deutschland üblich gewordene Art, Parteisoziologie zu treiben, allzu oft von der Staatsform abstrahiere, in der diese Parteien sich bewegen. Gewiß sei die innerparteiliche Struktur es wert, untersucht zu werden;] die Kriterien für ihre Analyse seien "aber nicht innerhalb der Parteien selbst zu finden …, auch nicht aus allgemeinen Kategorien 'der' Demokratie, sondern einzig aus der Verträglichkeit der jeweiligen Art und Weise innerparteilicher Willensbildung mit den institutionellen Erfordernissen der konkret gegebenen Staatsform. […]"


8 Wilhelm Hennis, Meinungsforschung und repräsentative Demokratie. Tübingen 1957, S. 52.


Anmerkung
Tatsächlich findet sich das Hennis-Zitat auf S. 51 f.: Nur das Wort "Staatsform" steht auf S. 52. Der Verfasser übernimmt hier also offenbar von Conze, ohne das Zitat nachzuschlagen. Hennis' Veröffentlichung wird außerdem auf den S. 22, 24 u. 81 allgemein erwähnt, ohne dass eine konkrete Seitenzahl genannt würde.
 

Conze 1970

Angaben zur Quelle

Autor    Werner Conze
Titel    Nachwort zur Neuausgabe
Sammlung    Robert Michels: Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie. Untersuchungen über die oligarchischen Tendenzen des Gruppenlebens. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Werner Conze
Ort    Stuttgart
Verlag    Alfred Kröner
Reihe    Kröners Taschenausgabe ; 250
Ausgabe    Neudruck der 2. Aufl.
Jahr    1970
Seiten    379-406
   
Literaturverz.    ja
Fußnoten    ja

Sammelband Jäger 1973

Angaben zur Quelle

Sammlung    Partei und System. Eine kritische Einführung in die Parteienforschung
Herausgeber    Wolfgang Jäger
Ort    Stuttgart [u.a.]
Verlag    W. Kohlhammer
Reihe    Reihe Kohlhammer
Jahr    1973
Umfang    255 S.
ISBN    3-17-231091-4

Seite 37

Typus
Bauernopfer
Quelle
Jäger 1973
Dissertation:
Seite: 037, Zeilen: 18-21; 102-115
 
Fundstelle:
Seite(n): 121; 122; 140; 143; 144, Zeilen: 24-35; 15-21; 21-24; 42-47, 50-51, 55; 01-05
 
Die zentrale Stellung des Parlaments im politischen System der Bundesrepublik hat eine weitgehende "Parlamentarisierung der Parteien"16 zur Folge: der entscheidende Einfluß der Fraktionen auf die gesamte innerparteiliche Willensbildung ist nicht zu übersehen und im Verlauf der Entwicklung eher größer als kleiner geworden17.


16 Helmut Köser, Innovationsprozesse in der SPD, Bericht über eine Fallstudie, Referat für die dritte Tagung der Arbeitsgruppe "Comparative Politics" der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft, Dezember 1970, S. 10; vgl. auch Heinz Joseph Varain, Das Parlament im Parteienstaat, in: Politische Vierteljahresschrift, Heft 5, 1964, S. 339-348; und Mathias Schmitz, Die Funktion der Parteien im parlamentarischen Regierungssystem, in: W. Gagel (Hrsg), Zur Rolle und Funktion der Parteien, Stuttgart 1967, S. 3-36
17 siehe dazu Gerhard Loewenberg, Parlamentarismus im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, Tübingen 1969, S. 216-218; Loewenberg widerlegt gegenteilige Annahmen von Wolfgang Abendroth, Gerhard Leibholz und später auch Udo Bermbach: Abendroth, Das Problem der innerparteilichen und innerverbandlichen Demokratie in der Bundesrepublik, in: Politische Vierteljahresschrift, Nr. 5, 1964, S. 308 f; Leibholz, Das Wesen der Repräsentation und der Gestaltwandel der Demokratie im 20. Jahrhundert, a. a. O., S. 228; Udo Bermbach, Probleme des Parteienstaates, Der Fall Littmann, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, Nr. 1, 1970, S. 356
[Seite 121, Z. 24-35]

Abendroth stellt fest, daß "der Einfluß der Fraktion als einer politischen Einheit auf die politischen Entscheidungen der Parteien … gegenüber der Lage in früheren Entwicklungsperioden erheblich zurückgegangen" sei.60 Leibholz sieht den Abgeordneten im modernen Parteienstaat degradiert "zu einem organisatorisch-technischen Zwischenglied, das nur insoweit unentbehrlich erscheint, als es berufen ist, in Freiheit innerhalb der Partei und Fraktion seinen Einfluß auszuüben und insoweit an der Konstituierung des Parteiwillens oder vom Ganzen aus gesehen an der Bildung des Parteienmehrheitswillens mitzuwirken."61 […] Udo Bermbach schließt sich diesem Urteil an […].63

[Seite 122, Z. 15-21]

Es ist nicht zu übersehen, daß der Einfluß der parlamentarischen Substrukturen der großen deutschen Parteien seit ihrer Gründung auf die gesamtparteiliche Willensbildung ständig zunahm.65 Man mag diese "Parlamentarisierung der Parteien"66 oder ihr Zurücktreten "in die Rolle der dienenden Institutionen zugunsten der ihnen verbundenen parlamentarischen Kräfte"67 begrüßen oder bedauern […].

[Seite 140, Z. 21-24]

[13 Zur Kritik der institutionellen Entstehungstheorie und zu den modernen Ansätzen: …] Mathias Schmitz, "Die Funktion der Parteien im parlamentarischen Regierungssystem", in: W. Gagel, Hg., Zur Rolle und Funktion der Parteien, Stuttgart 1967, 3-36; […]

[Seite 142, Z. 38 u. 41-44]

44 Wolfgang Abendroth […] "Das Problem der innerparteilichen und innerverbandlichen Demokratie in der Bundesrepublik" […] (zuerst abgedruckt in: Politische Vierteljahresschrift 5, 1964, 307-38). […]

[Seite 143, Z. 42-47]

60 "Das Problem der innerparteilichen und innerverbandlichen Demokratie in der Bundesrepublik", 308 f.
61 Das Wesen der Repräsentation und der Gestaltwandel der Demokratie im 20. Jahrhundert, Berlin 1966, 3. Aufl., 228.
63 "Probleme des Parteienstaates. Der Fall Littmann", in: Zeitschrift für Parlamentsfragen 1 (1970), 342-63, 356.

[Seite 143, Z. 50-51]

65 Dazu vor allem Gerhard Loewenberg, Parlamentarismus im politischen System der Bundesrepublik Deutschland, Tübingen 1969, 216-18 […].

[Seite 143, Z. 55]

66 So Helmut Köser, "Innovationsprozesse in der SPD. Bericht über eine

[Seite 144, Z. 1-5]

Fallstudie", Referat für die dritte Tagung der Arbeitsgruppe "Comparative Politics" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft, Dezember 1970, 10.
67 H. J. Varain, "Das Parlament im Parteienstaat", in: Politische Vierteljahresschrift 5 (1964), 339-48 […].



Anmerkung
Der Verfasser bildet eine von Jäger referierte Gegenüberstellung verschiedener Autoren mit Literaturverweisen nach (ohne auf diesen zu verweisen). Erstaunlich ist, dass der Verfasser ebenso wie Jäger Kösers Referat kennt, das in den Bereich der "grauen" Literatur fällt. Da in Fußnote 18 des Verfassers ein Verweis auf Jäger (S. 134 f.) erfolgt, Wertung als Bauernopfer. Fußnote 62 ist bei Jäger nicht vorhanden. Zu den Fehlern:

– Es existiert kein von einer Person namens W. Gagel herausgegebener Sammelband, der Zur Rolle und Funktion der Parteien heißt. Auch im Literaturverzeichnis findet sich dieser sowohl unter dem Namen Gagel als auch Schmitz. Gemeint ist hier das Heft Politische Parteien im parlamentarischen Regierungssystem der Autoren Mathias Schmitz, Manfred Hättich und Walter Gagel. Die Zeitschrift Politische Bildung. Beiträge und Materialien zur wissenschaftlichen Grundlegung und zur Unterrichtspraxis, in der dieses 1967 erschienen ist, wurde damals von Gagel und Rolf Schörken herausgegeben. Zudem hat Schmitz' Aufsatz in Wirklichkeit den Titel Funktionen der Parteien im parlamentarischen Regierungssystem.

Heinz Josef Varains Aufsatz ist in Heft 3 des 5. Jahrgangs 1964 der Politischen Vierteljahresschrift erschienen (in der in Jägers Sammelband enthaltenen Quelle Mühleisen 1973a wird auf S. 25 auf Heinz Joseph Varain verwiesen; im Literaturverzeichnis des Verfassers firmiert Varain als Heinz-Josef). Bemerkenswert ist, dass der Verfasser bei der Übernahme so inkonsistent vorgeht, dass er einer nur vier Mal im Jahr erscheinenden Publikation ein fünftes Heft in einem bestimmten Jahr zuschreibt.

– Bei den Aufsätzen von Abendroth und Bermbach nennt der Verfasser statt des Jahrgangs der Zeitschriften eine "Nr.", was, als Ausgabe verstanden, in beiden Fällen eine falsche Angabe ist: Bermbachs Aufsatz, der auch auf Seite 112 angeführt wird, ist in Heft 3 des 1. Jahrgangs 1970 der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienen, Abendroths in Heft 3 des 5. Jahrgangs 1964 der Politischen Vierteljahresschrift. Dessen von Jäger fehlerhaft wiedergegebener Titel, den der Verfasser übernimmt, lautet zudem in Wirklichkeit Innerparteiliche und innerverbandliche Demokratie als Voraussetzung der politischen Demokratie.

Unabhängig davon nennt der Verfasser auf Seite 12, Seite 24 und im Literaturverzeichnis den korrekten Titel bei Abendroth; die richtige Angabe auf den beiden genannten Seiten dürfte darauf zurückzuführen sein, dass er in den jeweiligen Quellen, aus denen der Verfasser ihn dort übernimmt, richtig wiedergegeben wird.