Seite 113

Typus
Verschleierung
Quelle
Köser 1973a / Lenk / Neumann 1968
Dissertation:
Seite: 113, Zeilen: 06-10, 16-17, 102-105
Fundstelle:
Seite(n): 035; 055; 058; 154, Zeilen: 01-06, 11-14; 04-05; 13-14; 110-116
[Z. 6-10]

[… in eine Dominanz der Führungsgruppen umgeschlagen ist,] so muß dies in der Regel auf deren Kontrolle über die innerparteiliche Kommunikation zurückgeführt werden266. Eine Bindung der Parteimitglieder an das offizielle Kommunikationsnetz der Partei und damit meist an ihre Führungsgruppen ist daher vor allem durch eine Vielfalt autonomer Kommunikationskanäle zu verhindern267 […].

[Z. 16-17]

[…] nämlich "das Sprachrohr, dessen sich das mündige Volk bedient, um sich artikuliert äußern und politische Entscheidungen fällen zu können"268.


266 vgl. Henry Valen/Daniel Katz, Political Parties in Norway, a. a. O., S. 94 f
267 Samuel S. Barnes, Party Democracy, a. a. O., S. 196 ff
268 Gerhard Leibholz, Der Parteienstaat des Bonner Grundgesetzes, in: Recht, Staat und Wirtschaft, Bd. 3, 1951, S. 104
[Köser 1973a, Seite 35, Z. 1-6 u. 11-14]

[… bei Eldersveld, Valen/Katz und Barnes angewandt werden.] Allen Autoren geht es […] auch um den Grad und das Ausmaß der Kontrolle über die innerparteiliche Kommunikation durch diese Führungsgruppen. [In den norwegischen Parteien haben zwar, so Valen/Katz, die nationalen Parteiführer eine Kontrolle über den Informationsfluß an die Parteimitglieder auf lokaler Ebene, von einer Monopolkontrolle könne jedoch keine Rede sein, da in einer Art Kreislaufbewegung von der lokalen Ebene Kommunikationsströme zur "Spitze" zurückfließen] (29, S. 94 f.). Barnes kommt in seiner Studie zu dem gleichen Ergebnis und stellt fest, daß die Vielfalt autonomer Kommunikationskanäle (2, S. 196 ff.) eine Bindung der Parteimitglieder an das parteioffizielle Kommunikationsnetz verhindert.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 58, Z. 13-14]

(29) Valen, Henry/Katz, Daniel, Political Parties in Norway. A Community Study, Oslo/London 1964.

[Köser 1973a, Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 4-5]

(2) Barnes, Samuel S., Party Democracy: Politics in an Italian Socialist Federation, New Haven/London 1967.

[Lenk / Neumann 1968, Seite 154, Z. 110-116]

[6 …] In meinem Aufsatz "Der Parteienstaat des Bonner Grundgesetzes" in Recht, Staat und Wirtschaft, Bd. 3 (1951), S. 104, war die Funktion der politischen Parteien schon im gleichen Sinn umschrieben. Es hieß hier: "[…] Sie sind geradezu das Sprachrohr, dessen sich das mündig gewordene Volk bedient, um sich artikuliert äußern und politische Entscheidungen fällen zu können."



Anmerkung
1. Zur Quelle Köser 1973a: Der Verfasser übernimmt eine Rezeptionsleistung mit Literaturangaben von Köser. Samuel Henry Barnes' zweiter Vorname wird hierbei – wie in der Quelle – falsch mit "S." abgekürzt. Weiterhin ist bei Barnes von keiner Verhinderung der Bindung an das offizielle Kommunikationsnetz die Rede, sondern von einer Unmöglichkeit der Beschränkung darauf; im Original heißt es auf S. 213: "[…] it is impossible for the party elites to restrict the members to the official networks." Dies sind beides Indizien dafür, dass dem Verfasser Barnes nicht vorliegt. (Auf Seite 9 wird die Passage von S. 35 bereits verwendet, allerdings deutlich weniger wörtlich.)

2. Zur Quelle Lenk / Neumann 1968: Offenbar zitiert der Verfasser hier Leibholz nicht im Original, sondern nach dem in dieser Quelle abgedruckten Ausschnitt von dessen Strukturprobleme der modernen Demokratie, da der von Leibholz genannte Sammelband in Wirklichkeit Recht, Staat, Wirtschaft heißt. Auffällig ist weiterhin, dass der Verfasser – abgesehen von der fehlenden Seitenzahl 99-125 des Aufsatzes – sowohl den Herausgeber des Sammelbandes, Hermann Wandersleb, als auch den Erscheinungsort Düsseldorf nicht nennt, wie es auch bei Lenk / Neumann der Fall ist. Nebensächlich ist dagegen, dass er statt "mündig gewordene" – wie im Original – nur "mündige" schreibt, da diesbezüglich die Fassung bei Lenk / Neumann mit dem Original übereinstimmt.
 

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