Seite 9

Typus
Verschleierung
Quelle
Köser 1973a
Dissertation:
Seite: 009, Zeilen: 01-03, 17-23, 118-122
 
Fundstelle:
Seite(n): 031; 033; 035; 055, Zeilen: 18-26; 10-17; 06-14; 04-05, 17, 29-30
 
[Z. 1-3]

[In seiner vergleichenden Studie verbindet er die hi-]storische Entwicklung der beiden Parteien seit der Jahrhundertwende mit einer analytischen Darstellung ihrer durch parlamentarische Funktionen mehr noch als durch formale Organisationsstrukturen bedingten internen Machtverhältnisse51.

[Z. 17-23]

Eine regionale Einzelstudie liefert Samuel S. Barnes über die Organisation der Partita Sozialista Italiana in der Provinz Arezzo56. Ähnlich wie Valen / Katz in ihrer Untersuchung norwegischer Parteien stellt auch Barnes eine sehr differenzierte Struktur innerparteilicher Kommunikation fest, die eine zentrale Steuerung des Informationsflusses kaum zuließe57.

Einen anderen Typus politischer Parteien als die bisher genannten Arbeiten stellen die Untersuchungen über die KPdSU und die SED von Boris Lewytzkyj58 bzw. Peter Chri-[stian Ludz59 dar, die beide auf nationaler Ebene die Binnenstrukturen dieser Parteien durch Analyse der Parteibürokratie, der Zentralkomitees und der Parteitage zu ermitteln versuchen.]


[51 vgl. Jean Blondel, Voters Parties, and Leaders. The Social Fabric of British Politics, London 1963, Neuauflage 1970, besonders die Abschnitte "Formal structure of the national leadership" und "actual structure", S. 113-121]

[…]

56 Samuel S. Barnes, Party Democracy: Politics in an Italian Socialist Federation, New Haven/London 1967
57 ebda, S. 196 ff

58 Boris Lewytzkyj, Die Kommunistische Partei der Sowjetunion. Porträt eines Ordens, Stuttgart 1967; vgl. auch Merle Fainsod, Wie Rußland regiert wird, Köln/Berlin 1965

[Seite 33, Z. 10-17]

Der Autor geht historisch genetisch vor und beschreibt die Entwicklung der Organisation der Conservative und der Labour Party von der Jahrhundertwende bis zur Gegenwart. Er geht jedoch über die reine Beschreibung der Parteiverfassung hinaus, indem er die Frage der "Verteilung der Macht" innerhalb der beiden Parteien durch eine Analyse ihrer organisationsinternen und parlamentarischen Aktivitäten empirisch zu beantworten sucht.

[Seite 31, Z. 18-20]

[…] das gleiche tut Barnes (2) auf regionaler Ebene; er beschreibt die Parteiorganisation der italienischen Partita Sozialista Italiana (PSI) in der Provinz Arezzo […].

[Seite 35, Z. 6-14]

In den norwegischen Parteien haben zwar, so Valen/Katz, […]. Barnes kommt in seiner Studie zu dem gleichen Ergebnis und stellt fest, daß die Vielfalt autonomer Kommunikationskanäle (2, S. 196 ff.) eine Bindung der Parteimitglieder an das parteioffizielle Kommunikationsnetz verhindert.

[Seite 31, Z. 21-26]

Als exemplarische Studien nationaler Parteiorganisationen seien hier Lewytzkyjs (14) und Fainsods (8) Beschreibungen der KPdSU und SED-Studien von Ludz (17) und Förtsch/Mann (9) genannt. Erstere stellen die Parteibürokratie (14, S. 77 ff.) […] der KPdSU in den Mittelpunkt, letztere die Parteitage und das ZK der SED (17, S. 55 ff. und S. 93 ff.).

[Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 4-5]

(2) Barnes, Samuel S., Party Democracy: Politics in an Italian Socialist Federation, New Haven/London 1967.

[Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 17]

(8) Fainsod Merle, Wie Rußland regiert wird, Köln/Berlin 1965.

[Literaturverzeichnis Seite 55, Z. 29-30]

(14) Lewytzkyj, Boris, Die Kommunistische Partei der Sowjetunion. Porträt eines Ordens, Stuttgart 1967.



Anmerkung
Fortsetzung von der Vorseite. – Der Verfasser übernimmt offenbar den oberen Satz, der sich auf Robert T. McKenzies British Political Parties bezieht, mit stärkeren Anpassungen von Köser, verweist zum Vergleich jedoch auf Blondel. (In den von ihm genannten zwei Abschnitten Formal structure of the national leadership und Actual structure wird McKenzie, den Blondel lediglich im Literaturverzeichnis anführt, an keiner Stelle erwähnt.) Zu den Fehlern:

– Barnes, auf den der Verfasser verweist, heißt mit vollem Namen Samuel Henry Barnes; folglich wird dessen zweiter Vorname nicht "S." abgekürzt. Der Verfasser übernimmt hier also anscheinend von Köser, wobei er den zweiten Satz stark umformt. Von einer zentralen Steuerung des Informationsflusses spricht Barnes im auf S. 196 beginnenden 12. Kapitel Communications and Party Politics zudem an keiner Stelle. (Auf Seite 113 wird die Passage von S. 35 erneut und deutlich wörtlicher verwendet.)

– Die italienische Partei, von der hier die Rede ist, heißt in Wirklichkeit Partito Socialista Italiano. Auch diesen in allen drei Bestandteilen fehlerhaft geschriebenen Parteinamen, den Barnes selbst jedoch korrekt wiedergibt (vgl. Google Books), übernimmt der Verfasser allem Anschein nach von Köser. Dies alles sind Indizien dafür, dass dem Verfasser Barnes nicht vorliegt.

– Lewytzkyjs Vornamen Borys schreibt der Verfasser wie Köser falsch.

Fortsetzung auf der nächsten Seite